Freud und Leid im Zoo Schwerin

Foto: Zoo Schwerin / Erika Hellmich

Freude im Zoo Schwerin: Am 25.10. brachte die Afrikanische Wildhündin „Toka“ fünf langersehnte Welpen zur Welt. Dank installierter Videokamera in der Wurfbox und der Nettigkeit der Hündin (sie hat nicht in der selbstgegrabenen Höhle im Außengehege geworfen) konnte die Geburt der Welpen mit verfolgt werden. Leider waren bis zum 28.10.2012 alle Welpen verstorben.
Sowohl für „Toka“ als auch für die beiden Rüden „Zinder“ (der Vater) und „Kanu“ war es der erste eigene Nachwuchs. Aufgrund der Unerfahrenheit haben die Tiere die Welpen viel herumgetragen, was wahrscheinlich zum Versterben den Welpen führte. Auf den Aufnahmen war zu erkennen wie liebevoll sich „Toka“ um ihre Welpen gekümmert hat und auch „Zinder“ war sehr bemüht um seinen Nachwuchs. Dieses lässt für den nächsten Wurf hoffen, wenn die Tiere erfahrener sind. Auch in der Natur konnte beobachtet werden, dass die Welpen eines ersten Wurfes nicht immer überleben, v.a. wenn die Elterntiere noch sehr unerfahren sind.
Prinzipiell ist von der theoretischen Möglichkeit der Handaufzucht abzuraten. Die Tiere werden so auf den Menschen geprägt und eine tiergerechte Haltung unter ihresgleichen wäre somit nicht mehr möglich. Handaufzuchten können nicht mehr im Rudel gehalten werden und können ihrerseits keine Nachzucht aufziehen. An erster Stelle steht in der Zootierhaltung die Sicherstellung der tiergerechten Haltung und das heißt bei Afrikanischen Wildhunden das Leben in intakten Rudeln.

Die Ergebnisse der Hormonalyse der Nashornkuh „Eva“ zeigten leider keine Trächtigkeit. Nach erfolgreichen Deckakten am 12.05.2012 bestand eine geringe Hoffnung, dass die Kuh tragend ist. Zwar dauerte der Deckakt nur 7 Minuten (laut Experten ist eine erfolgreiche Befruchtung erst ab 30 Minuten wahrscheinlich), doch zeigte „Eva“ anschließend keine Brunft mehr, was die Hoffnung weckte. Den Deckakt allein wertet der Zoo als Erfolg, da dies der erste in der 33jährigen Haltungsgeschichte des Zoo Schwerin war. Wir sind guter Hoffnung, dass weitere Deckakte zum langersehnten Erfolg führen, hieß es aus Schwerin.

Der Zoo Schwerin ist zuversichtlich seinen Besuchern in naher Zukunft Wildhundwelpen und vielleicht auch ein kleines Nashorn zeigen zu können.

Quelle: PM Zoo Schwerin