Frühlingserlebnisse 2016 am Affenberg Salem

Im ersten Monat sind die Krabbelversuche der Berberaffenbabys noch zaghaft und immer unter der Aufsicht der Alttiere. - Foto: Affenberg Salem

 Foto: Affenberg Salem

Kommt man zum großen Hofgut des Affenbergs Salem sieht man emsiges Treiben auf den Dächern. Die Storchenpaare nehmen letzte Ausbesserungsarbeiten und Säube-rungen in den Bruthorsten vor, ehe ab Anfang April die Eiablage und das wechsel-weise Brüten beginnen. Zuvor kann es zu spektakulären Flugmanövern kommen, wenn etwa ein Eindringling einen bereits besetzten Horst übernehmen will – Neumie-ter unerwünscht! Im großen Waldgehege der rund 200 Berberaffen nutzen die drolli-gen Jährlinge und ihre Geschwister die Frühlingssonne zum Spielen, Klettern und To-ben. Da purzelt auch mal eines herunter – nichts passiert, aber ein lustiges Motiv für die Kamera. Dann die Frage aller: „Wann kommt das erste Affenbaby?“ Vom April bis Anfang Juni werden hier vermutlich bis zu 15 süße Neuankömmlinge die Herzen der kleinen und großen Besucher erobern. Wie sich das Familienleben der Berberaffen und der Adebare abspielt, wann beim Damwild der Nachwuchs kommt und welche Wasservögel am großen Weiher nisten – zu all diesem gibt es ab Ostern für die jungen Besucher ein spannendes Fragespiel, bei dem es in diesem Jubiläumsjahr tolle Preise zu gewinnen gibt.

An der Storchen-Erlebnisstation erfährt man zudem, was es mit dem Klappern der Früh-lingsboten auf sich hat und wie viele Jungstörche pro Horst ab Ende April schlüpfen. Oder auch, dass manchmal die Federn fliegen, wenn ein Spätheimkehrer bei anderen Nistmaterial stibitzen will. Der Blick nach oben lohnt sich – auch, um den schönen Segelflug der Störche zu bewundern. Um die eifrigen Storcheneltern zu unterstützen und die Überlebenschance ihres Nachwuchses zu erhöhen, gibt es bis 22. April um 14 Uhr, danach zweimal täglich zu-sätzliches Futter. Die großen Vögel fliegen dabei teilweise knapp über den Köpfen der Besu-cher heran und lassen sich aus nächster Nähe beobachten.

Die Berberaffen sind von dem Treiben ihrer Nachbarn unbeeindruckt, nehmen von den Bal-ken entlang des schönen Rundweges gerne das gratis ausgeteilte Popcorn aus den Händen der Besucher und behalten dabei die Rasselbande der spielenden Jungtiere im Auge. Auch bei den Affenbabys kümmert sich die ganze Gruppe liebevoll um die süßen Kleinen. Anfangs sind sie ans Bauchfell der Mutter geklammert und liebevoll umsorgt. Später übernehmen auch die starken Berberaffenmännchen gerne die Babysitterrolle. Dass dies nicht ganz unei-gennützig ist erfährt man an den stündlichen Informationen der Betreuer, die ihre Schützlinge mit ihren jeweiligen Eigenheiten und ihrer Rolle innerhalb der Gruppe sehr genau kennen. „Es ist spannend mehr über das Sozialverhalten unserer tierischen Verwandten zu erfahren. Gerade wenn es um den Nachwuchs geht, entdeckt man so manche Übereinstimmungen mit uns“, schmunzelt Parkleiter und Biologe Dr. Roland Hilgartner. So ist es kein Wunder, dass auch immer wieder junge Wissenschaftler zu Forschungszwecken in den Park kommen.

Quelle: PM Affenberg Salem