Frühlingsgefühle im Wildpark „Alte Fasanerie“ Hanau

Frischlinge – Foto: Wildpark "Alte Fasanerie" Hanau/Rainer Prause

Frühlingsgefühle im Wildpark „Alte Fasanerie“ Hanau

Es könnte ein gutes Omen für das neue Jahr im Wildpark „Alte Fasanerie“ Hanau sein, ein Weißstorchpärchen hat sich den Horst im Storchengehege ausgesucht. Am letzten Wochenende kam das frei fliegende Pärchen im Wildpark an und begutachtete den Nistplatz. Nun bleibt zu hoffen, dass die Vögel ihn für gut befinden und für Nachwuchs sorgen werden.
Bei zwei anderen Bewohnern ist man froh, dass die Hormone wieder auf dem Rückzug sind, den die beiden Elchbullen hatten sich während der Brunft den Spitznamen „Demoltitian-Männer“ erworben. Elchbullen sind zur Brunft besonders aggressiv und kaum zu bändigen, sie sind sogar so angestachelt, dass sie kaum noch fressen. Doch nun beginnt wieder die ruhige Zeit und mit Raudau ist bei den zwei Elchen erst wieder im Herbst zu rechnen.
Zum ersten Mal zeigt die Polarwölfin Monja in diesem Jahr Paarungsbereitschaft. Da die Ranz (Paarungszeit bei den Wölfen) in diesem Jahr bereits begonnen hat, was wahrscheinlich am milden Winter liegt, ist man gespannt ob Rudelführer Inuq die zweijährige Wolfin, die aus dem Wildpark in Rheinböllen kam, decken wird.
Die Zeit der Paarung haben andere Bewohner des Wildpark „Alte Fasanerie“ Hanau bereits lange hinter sich. Bei einigen hat sich sogar schon Nachwuchs eingestellt. Wie bei Auerochsenkuh Maya die ein kleines Kälbchen zur Welt gebracht hat. Das Weibchen wurde auf den Namen Inola getauft. Ausschlaggebend für die Namenswahl war der starke Dauerregen, bei dem sich die Tierpfleger an den Kevin-Kostner-Film „Waterworld“ erinnerten und deshalb den Namen einer der Hauptrollen wählten. Auch bei den Wildschweinen sind die ersten Frischlinge zur Welt gekommen. In der Regel werfen die Bachen einer Rotte immer kurz nacheinander und so bleibt es abzuwarten wieviele kleine Schwarzkittel noch folgen werden. Zudem wurde das Streichelgehege aufgefüllt: Bei den Hausziegen gab es mehrfachen Nachwuchs.
Im Meerschweinchengehege gab es anderweitigen Zuwachs. Drei Tiere wurden im Wildpark aus einer Privathaltung übernommen und haben sich gut in ihrem neuen Zuhause eingelebt.
Also war die Ankunft der Störche tatsächlich ein gutes Omen, und wenn nicht für das ganze Jahr so doch sicherlich für den Beginn von 2014.

M.Schmid/zoogast.de