Geparden-Nachwuchs im Zoo Landau

Foto: Zoo Landau

Am 12. Dezember wurden die drei Ende Oktober im Zoo Landau in der Pfalz geborenen Gepardenjungtiere zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Gepardenmutter „Shaina“ war mit ihrem quirligen Nachwuchs bei winterlichem Sonnenschein etwa eine halbe Stunde auf der Außenanlage zu sehen. Vom großen Presse- und Besucherecho zeigten sich Mutter und Jungtiere unbeeindruckt, viel spannender war es für die Kleinen, ihre neue, ungewohnte Umgebung zu erkunden. Bei den im Zoo Landau gehaltenen Geparden handelt es sich um die nördliche Unterart, den so genannten Sudan-Geparden (Acinonyx jubatus soemmeringii), eine von Ausrottung bedrohte Tierart, die in Europa in derzeit nur acht Zoos gezeigt wird. Landau ist der einzige deutsche Zoo, der diese seltene Unterart hält und sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) beteiligt, so dass dieser erste Zuchterfolg in Deutschland natürlich besonders erfreulich ist. In den ersten Lebenswochen wurden Mutter und Jungtiere weitestgehend in Ruhe gelassen und nur von ihren vertrauten Tierpflegern betreut. Die Jungtiere entwickeln sich sehr gut und die Mutter-Kind-Bindung ist gefestigt, so dass ihr Aktionsradius langsam erweitert werden kann. Witterungsabhängig werden Mutter und Jungtiere in den kommenden Wochen, wenn, dann in der Zeit zwischen 13:30 und 14:30 Uhr im Außengehege zu sehen sein. „Trockene Kälte ist für die Jungtier kein so großes Problem“, so Zoodirektor und Zootierarzt Dr. Jens-Ove Heckel. „Nasskaltes Schmuddelwetter birgt allerdings gesundheitliche Risiken für die kleinen Geparden, so dass wir uns vorbehalten, von Tag zu Tag zu entscheiden, ob und wie lange wir die Tiere ins Außengehege lassen können“, sagt Heckel. Außerdem dürfen Mutter und Jungtiere auch in dieser Zeit selbst entscheiden, ob sie ihren Stall verlassen oder aufsuchen möchten. Auch die anwesenden Tierpatinnen und Tierpaten der Geparden zeigten sich begeistert vom ersten Auftritt des Nachwuchses. Für eines der Jungtiere wird noch ein Pate gesucht.

Quelle: PM Zoo Landau