Goethe Universität Frankfurt und VdZ-Zoos erforschen Schlafverhalten von Giraffen

Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Giraffen im Jaderpark – Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Was machen Giraffen eigentlich nachts? Dieser Frage widmet sich ein großangelegtes Forschungsprojekt der Goethe Universität Frankfurt am Main und verschiedener Zoos des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ).
Obwohl Giraffen zu den sogenannten „Flaggschiffarten“ in Zoologischen Gärten gehören, ist über diese Tiere nur sehr wenig bekannt. Der Welt-Giraffen-Tag soll Interesse an den Tieren wecken und für ihre Bedrohung in der Wildnis sensibilisieren.

Prof. Dr. Paul Dirkes von der Goethe Universität ist Inhaber der einzigen Professur für Tiergartenbiologie in Deutschland und erforscht mit seiner Doktorandin Anna Lena Burger in enger Kooperation mit 15 VdZ-Mitgliederzoos das Schlafverhalten von Giraffen. Hierzu wird das nächtliche Verhalten der Tiere in jedem Zoo auf Video aufgezeichnet und ausgewertet. Im Zooalltag sollen die Ergebnisse zum Wohlergehen der Tiere beitragen.

Anna Lena Burger wird die Daten im Rahmen einer Freilandstudie mit Tieren in Südafrika und Namibia vergleichen. „Über das nächtliche Verhalten von Giraffen im Freiland gibt es bisher so gut wie keine Aufzeichnungen. Ich möchte mit Hilfe von Videodaten, Fotos und Live-Beobachtungen versuchen, diese Lücke zu schließen“, erklärt Burger ihr Vorhaben.

Volker Homes, Geschäftsführer des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ): „Viele Giraffenbestände sind hochbedroht. In Afrika gibt es nur noch weniger als 100.000 Exemplare. Ihre Anzahl ist in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen. Ursache dafür sind vor allem der Lebensraumverlust und Wilderei. Unsere Mitgliederzoos erreichen täglich sehr viele Besucher und machen auf die Bedrohungssituation der Giraffen in Afrika aufmerksam.“

Quelle: PM VdZ