Gorillajungtier im Zoo Leipzig unerwartet verstorben

Kibara mit Jungtier  - Foto: Zoo Leipzig

Kibara mit Jengo – Foto: Zoo Leipzig

Gorillajungtier unerwartet gestorben

Der am 2. Dezember letzten Jahres im Zoo Leipzig geborene Gorillajunge Jengo ist heute Nacht gestorben. Die Pfleger fanden ihn bei Arbeitsbeginn leblos in den Armen der Mutter Kibara (geb. 13.01.2004 in Leipzig).

Am Donnerstagmorgen wurde Jengo mit plötzlich eintretendem schlechtem Allgemeinbefinden dem Zootierarzt vorgestellt. Jengo hielt sich nicht mehr an der Mutter fest und zeigte zeitweise ein Krampfen. Der Zootierarzt leitete daraufhin sofort alle medizinischen Notwendigkeiten ein und legte Mutter Kibara in die erforderliche Narkose, um ihr Jungtier untersuchen zu können. Die Untersuchung ergab keine spezifischen Veränderungen. Nach medikamentöser Versorgung des Gorillas in Form von Infusionen, einer Antibiose u.a. wurde er wieder zur Mutter gegeben, die sich nach dem Aufwachen aus der Narkose gleich um ihn kümmerte. Am Nachmittag erschien Jengo wesentlich aktiver und hielt sich auch wieder bei der Mutter fest. Am Abend verschlechterte sich jedoch sein Zustand erneut und führte letztendlich zum Tod. Kibara trägt ihr Jungtier noch mit sich herum, eine normale Verhaltensweise bei Menschenaffen. Erst wenn sie Jengo freigibt, kann das Jungtier zur pathologischen Untersuchung gebracht werden, die dann hoffentlich entsprechende Aufschlüsse über die Todesursache bringen wird.

Gorillaweibchen Kibara mit dem drei Tage alten Jengo - Foto: Zoo Leipzig

Gorillaweibchen Kibara mit dem drei Tage alten Jengo – Foto: Zoo Leipzig

„Es ist für uns ein großer Schock, einen jungen Gorilla zu verlieren. Vor allem vor dem Hintergrund, dass es keine vorherigen Anzeichen eines schlechten Allgemeinzustandes des Tieres gab. Wir hoffen, dass der pathologische Befund uns Aufschlüsse zum Krankheitsbild geben wird“, so Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold.

Mehr Infos zum Zoo Leipzig:
ZOO- UND TIERPARK LISTE

Quelle: PM Zoo Leipzig