Grüne Windkraft kann für Störche tödlich enden

Foto: Udo Hilfers / Storchenpflegestation Wesermarsch

Foto: Udo Hilfers / Storchenpflegestation Wesermarsch

Unter einer erst kürzlich errichteten und in Betrieb gegangenen Windkraftanlage in der Gemeinde Lemwerder im Landkreis Wesermarsch wurde ein schwerstverletzter Weißstorch gefunden. Der Altstorch wurde in die Storchenpflegestation Wesermarsch nach Berne gebracht, wo er von Experten erstversorgt wurde. Um das Leben des Storches zu erhalten, musste in einer Tierklinik ein zerstörter Flügel amputiert werden. Die notwendige Operation hat der Vogel überlebt, fliegen wird er jedoch nie wieder können.

Weißstörche gehören zu den streng geschützten Vogelarten, als Segelflieger verunglücken sie wie Adler, Milane und andere Greifvögel, häufiger an Rotoren. Sie sehen die Anlagen, erkennen jedoch nicht die Gefahr, die von ihnen ausgeht. Kollisionen führen nicht immer unmittelbar zum Tod, die Opfer sterben oft langsam und qualvoll an den Folgen der Verletzung.

„Die negativen Auswirkungen speziell für den Storch, sind eben nicht nur theoretisch. Dort, wo Störche brüten oder ihre Nahrung suchen, besteht ein sehr großes Risiko, dass diese Vögel sich an den Anlagen schwer verletzen oder sogar davon getötet werden.“ Erklärt Udo Hilfers, der Leiter der Storchenpflegestation Wesermarsch in Berne.

Die Storchenstation Wesermarsch kümmert sich seit mehr als 20 Jahren um verletzte und kranke Störche. Mehr Informationen auf der Webseite: http://www.storchenstation.de/

Windkraft steht zunehmend in der Kritik. In Dänemark werden immer weniger Windkraftanlagen gebaut, weil die Bevölkerung Gesundheitsschäden befürchtet. Infraschall schädigt Mensch und Tier, sagen immer mehr Dänen.

Quelle: PM Storchenpflegestation Wesermarsch / zoogast.de