Gundis haben ersten Nachwuchs des neuen Jahres im Neunkircher Zoo

Zoonews NewsDer Neunkircher Zoo gehört seit 2013 zu den nur 21 Zoos in ganz Europa, die ihren Besuchern die so genannten Gundis zeigen. Diese meerschweinchengroße Nagerart stammt ursprünglich aus Nordafrika, unter anderem aus Tunesien und Marokko und lebt dort in Familiengruppen in felsigen Regionen bis in eine Höhe von über 2000 Meter am Rande der Sahara. Es konnten in der Vergangenheit im Terrarium gegenüber der Innengehege der Giraffen im Rudolf-Didas-Haus bereits einige Jungtiere erfolgreich aufgezogen werden. Als die erste Tiergeburt im Jahr 2015 konnte am 19. Januar 2015 nach einer Tragezeit von knapp 60 Tagen nun erneut ein Jungtier verbucht werden. Jungtiere haben bei der Geburt jeweils ein Gewicht von ungefähr 20 – 30 g und bisher verläuft die Aufzucht sehr zufriedenstellend. Das Geschlecht ist allerdings noch unbekannt, aber der schon sehr klettergewandte Nachwuchs ist meist gut zu beobachten. Eine der Besonderheiten der Gundis sind die Sohlenpolster, die sich an der jeder der vier Zehen an jedem der Füße an den relativ kurzen Beinen befinden. Diese garantieren einen sicheren Halt auf den Felsen und in den Felsspalten. Sie ernähren sich rein pflanzlich und müssen aufgrund der kargen Vegetation Nordafrikas zur Ernährung sehr große Reviere besiedeln. Zu dem Namen Kammfinger kamen sie durch Borstenkämme an den Hinterfüßen, mit denen sie ihr Fell pflegen. Der Neunkircher Zoo beteiligt sich im Europäischen Zuchtbuch (ESB) für diese Tierart, das von der Biologin Sandra Honigs vom Aquazoo Düsseldorf geführt wird. Zwei der älteren und selbstständigen Nachzuchten werden Neunkirchen schon bald verlassen und in andere europäische Zoos umziehen.

Quelle: PM Neunkircher Zoo