Gundis haben Nachwuchs des neuen Jahres im Neunkircher Zoo

Foto: Neunkircher Zoo

Seit letzten Spätsommer gehört der Neunkircher Zoo zu einem von nur 18 Zoos in ganz Europa, die ihren Besuchern die so genannten Gundis zeigen. Diese meerschweinchengroße Nagerart stammt ursprünglich aus Nordafrika, unter anderem aus Tunesien und Marokko und lebt dort in Familiengruppen in felsigen Regionen bis in eine Höhe von über 2000 Meter am Rande der Sahara. Bereits im November letzten Jahres gab es im Terrarium gegenüber der Innengehege der Giraffen im Rudolf-Didas-Haus den ersten Nachwuchs mit mittlerweile erfolgreich aufgezogenen Zwillingen. Als die erste Tiergeburt im Jahr 2014 konnte am 03. Februar nach einer Tragezeit von knapp 60 Tagen erneut eine Zwillingsgeburt verbucht werden. Die Jungtiere hatten bei der Geburt jeweils ein Gewicht von ungefähr 30 g und bisher verläuft die Aufzucht sehr zufriedenstellend. Die Geschlechter sind allerdings noch unbekannt, aber die schon sehr klettergewandten Zwillinge sind meist gut zu beobachten. Eine der Besonderheiten der Gundis sind die Sohlenpolster, die sich an der jeder der vier Zehen an jedem der Füße an den relativ kurzen Beinen befinden. Diese garantieren einen sicheren Halt auf den Felsen und in den Felsspalten. Sie ernähren sich rein pflanzlich und müssen aufgrund der kargen Vegetation Nordafrikas zur Ernährung sehr große Reviere besiedeln. Zu dem Namen Kammfinger kamen sie durch Borstenkämme an den Hinterfüßen, mit denen sie ihr Fell pflegen. Die ursprüngliche Gruppe mit den Elterntieren und weiteren Gruppenmitgliedern, noch ohne die insgesamt mittlerweile vier Jungtiere, erhielt der Neunkircher Zoo als Zuchtleihgabe im Rahmen des Europäischen Zuchtbuches (ESB) für diese Tierart, das von der Biologin Sandra Honigs vom Aquazoo Düsseldorf geführt wird. Im Neunkircher Zoo gehören sie schon nach der kurzen Zeit zu den beliebtesten Patentieren.

Quelle: PM Neunkircher Zoo