Haus des Meeres: Diskusfische – Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Diskusfisch - Foto: Haus des Meeres

Diskusfisch – Foto: Haus des Meeres

Haus des Meeres: Diskusfische – Schönheit liegt im Auge des Betrachters

So lautet der oft zitierte Spruch. Deswegen präsentiert nun das Haus des Meeres in der österreichischen Landeshauptstadt Wien in einem speziellen Aquarium verschiedenste, überaus farbenfrohe Zuchtformen des Diskusfisches.
Wie die meisten Zoos hat es sich auch das Haus des Meeres zur Aufgabe gestellt, Tiere zu halten und zu zeigen, wie sie in der Natur vorkommen. Es sind dies allesamt Wildformen, also nicht über gezielte Zucht durch den Menschen veränderte Arten. Eine dieser ursprünglichen Arten, der Braune Diskus, wird seit kurzem in der Amazonas–Dschungel– Passage gezeigt.

Man tut dies zum einen, weil man den Menschen in der Stadt einfach unverfälschte Natur näher bringen möchte, und zum anderen, weil einige dieser Tiere in ihrer Existenz massiv bedroht sind, und es daher wichtig ist, sie in ihrer ursprünglichen Art und Gestalt zu vermehren. Nun hat man sich trotzdem entschlossen dem so genannten „König der Süßwasserfische“ – dem Diskusbuntbarsch – ein eigenes Aquarium mit Zuchtformen zu widmen. Ist der doch der einzige unter den Zierfischarten, der aufgrund seiner Beliebtheit in Preisklassen von einigen hundert Euro vorstößt.

Seien es nun flächig hellblau gefärbte Tiere, gänzlich rote, oder Tiere mit einer Vielzahl an wellenförmigen Linien, ja selbst weiße, gelbe, oder geisterhaft graue Fische wurden aus den Wildformen herausgezüchtet. Nun können sich Besucher ansehen, wie Züchter das natürliche Erscheinungsbild des Fisches in den letzten 40 Jahren verändert haben, um andere Menschen durch Fische mit ausgeprägten Farben und einem auffälligen  Zeichnungsmuster zu erfreuen, und das alles gentechnikfrei.

Eingriffe in das Erbgut von Tieren durch Zuchtauslese, abseits von gentechnischen Maßnahmen, begleiten unser Dasein seit Abertausenden von Jahren und sind Teil unserer Kulturgeschichte. Davon zeugen nicht nur die unterschiedlichen Sorten von Äpfeln im Supermarkt, die vielen Hunderassen oder die regionalen Weinsorten der Thermenregion, sondern auch die seit rund 2.000 Jahren in China und Japan ausselektierten Farbspielrassen des Karpfen, die hierzulande als Koi bezeichnet werden. Seit einigen Jahren begrüßen Vertreter dieser Fische die Besucher des Haus des Meeres bereits beim Eingang und sind ein Besuchermagnet.

Nun können sich die Besucher im 10. Stock – im Viktor Otte Saal – nebst den Hammerhaien auch an den schillernden und farbenfrohen Diskusbuntbarschen erfreuen.

Quelle: PM Haus des Meeres