Haus des Meeres präsentiert: Fahnenbarsche

Fahnenbarsch - Foto: Haus des Meeres/Günther Hulla

Fahnenbarsch – Foto: Haus des Meeres/Günther Hulla

Haus des Meeres präsentiert: Fahnenbarsche

Fahnenbarsche sind wie schöne Juwelen, ziehen durch ihre Farbenpracht die Aufmerksamkeit jedes Tauchers auf sich und ihre Schwärme sind es, die ein Korallenriff erst so richtig bunt erscheinen lassen. Nicht anders ist es auch im Steinkorallenaquarium im 3.Stock des Wiener Haus des Meeres.

Wer hinterfragt bei derartiger Schönheit schon, was sie sonst noch alles können – aber gerade das ist verblüffend. Die Wenigsten würden vermuten, dass diese vier Fotos nicht vier verschiedene Fischarten zeigen. Bei Fahnenbarschen tragen die Männchen ein anderes Farbkleid als die Weibchen – etwas überaus Seltenes unter Fischen. Wir machen unsere Besucher regelmäßig darauf aufmerksam.

Wenn man sich mit diesem Wissen so einen Schwarm ansieht, dann merkt man sofort, dass die Geschlechter zahlenmäßig völlig ungleich verteilt sind – auf ein(!) Männchen kommen 20 bis 50 Weibchen. Wieso? Das ist einfach erklärt: Eizellen nehmen im Körper viel mehr Platz ein, weil sie größer sind als Samenzellen, daher dieses Ungleichverhältnis. Ein Männchen kann daher leicht mehrere oder sogar viele Weibchen befruchten.

Und das Beste kommt zum Schluss: Alle Männchen waren vorher einmal Weibchen! Diese Fische machen im Laufe ihres Lebens eine Geschlechtsumwandlung durch. Durch soziale Unterdrückung hindern die dominanten Männchen die Weibchen daran, sich umzuwandeln. Stirbt ein Männchen oder wird es gefressen, wird aus dem stärksten Weibchen in wenigen Tagen ein Männchen.

Fahnenbarsche sind mit einer Maximalgröße von etwa 20cm relativ kleinwüchsige Fische, die aber eben meist atemberaubend bunt gefärbt sind und es biologisch betrachtet, zu wahrer Größe bringen.

Quelle: PM Haus des Meeres