Haus des Meeres: Springtamarine sind eingezogen

Foto: Haus des Meeres / Günther Hulla

Das Haus des Meeres in Wien bekennt sich als moderner Zoo zum Schutz bedrohter Arten und hat es sich zum Ziel gesetzt, in der Natur seltenen Tieren eine neue Heimat zu bieten. In diesem Sinne verstärkt nun eine Gruppe von gefährdeten Springtamarinen die bestehende Affenbande im Tropenhaus.

In der Natur leben diese Äffchen im Westen des Amazonasbeckens, fernab der Zivilisation aber unter ständiger Bedrohung ihres Lebensraumes durch die illegale Abholzung ihrer Heimatwälder. Da diese Art weiten Abstand von anderen Gruppen ihresgleichen hält, kommt sie nur in geringen Dichten vor und gilt daher zurecht als gefährdet.

Springtamarine sind völlig schwarz, inklusive Schwanz einen halben Meter groß und besitzen ein dichtes Haarkleid im Gesichtsbereich, das ihnen ein ausgesprochen freundliches und flauschiges Aussehen verleiht. Da sie noch dazu die untere Baumschicht und den Bodenbereich bevorzugen, wird es unseren Besuchern nicht allzu schwer fallen, die neuen, frei im Tropenhaus herumturnenden Bewohner zu finden. Einfach nach den kleinen schwarzen „Gorillas“ mit langem Schwanz Ausschau halten, aber sie sind ohnehin sehr zutraulich und gar nicht menschenscheu.

Am häufigsten sieht man sie aber an der Futterstelle, denn im Unterschied zu unseren anderen Affen, die sich aus dieser ein Stück Obst holen und sich damit an eine ruhige Stelle zurückziehen, fallen die sieben Springtamarine dort als Gruppe ein und verlassen sie erst, nachdem sie unter heftigem Schmatzen ein Gelage abgehalten haben.

Wie auch bisher gilt für Besucher natürlich weiterhin ein strenges Berühr- und Fütterverbot, damit die felligen Bewohner nicht durch falsches oder durch zu viel Futter in ihrer Gesundheit gefährdet, beziehungsweise in ihrer Ruhe gestört werden.

Quelle: PM Haus des Meeres

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