Im Zoo Augsburg gibt es reichlich Nachwuchs

Zoonews NewsIm Zoo Augsburg hat sich im vergangenen Monat einiges getan. Die neue begehbare Vogelvoliere nimmt immer konkretere Züge an und kann vielleicht bald schon eröffnet werden, außerdem haben die Zwergesel ihren neuen Stall bezogen.

Nachwuchs konnte man bei den Erdmännchen melden. Ein erstgebärendes Weibchen konnte aus seinem Wurf vier von fünf Jungtiere durchbringen, was eine durchaus beachtliche Quote darstellt. Die Kleinen haben mittlerweile ihre Wurfhöhle verlassen und sind zeigen sich auch auf ihrer Anlage den Besuchern.
Nur ein paar Meter weiter gibt es zwei Schneeziegenkitze zu bewundern. Interessant hierbei ist, dass die beiden von zwei unterschiedlichen Müttern geboren wurden und dennoch am selben Tag zur Welt kamen. Für die kleinen Schneeziegen durchaus praktisch, da sie nun zusammen spielen und aufwachsen können.

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Auch in den Nestern des reichlichen Vogelbestands des Augsburger Zoos gibt es Nachwuchs. Am bemerkenswertesten hierbei ist wohl der kleine Kormoran, welcher die erste Nachzucht bei diesen hübschen Wasservögeln nach zehn Jahren Pause in Augsburg bedeutet. Ansonsten gibt es aber unter anderem auch zehn Straußwachteln, zwanzig Mandarinenten oder drei Weißstörche. Doch nicht immer schlüpfen die Neuzugänge unter den Augsburger Vögeln, manchmal ziehen sie auch in die Fuggerstadt. So kamen fünf Streifengänse aus dem Zoo Krefeld, ein Kappensäger und eine Moorente aus dem Vogelpark Olching und ein Paar Rotflanken-Brillenvögel aus einer Privatzucht. Jeweils ein Vogel zog auch bei den Hühnergänsen und Graukopfgänsen ein, um jeweils wieder ein Pärchen bilden zu können.

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Foto: Freundeskreis des Augsburger Zoo e. V.

Foto: Freundeskreis des Augsburger Zoo e. V.

Doch leider muss man sich im Zoo Augsburg auch von Zeit zu Zeit von einigen Bewohnern verabschieden. Die beiden verbliebenen Fennek-Weibchen zogen nach Rheinland-Pfalz in den Zoo Landau und drei Alpakas werden in Zukunft im Tierpark Weißwasser weiden. Die weiteste Reise trat allerdings das bisher letzte im Zoo lebende Rotstirn-Blatthühnchen an, es wohnt nun im Tierpark Emmen in den Niederlanden. Während man diese Tiere allerdings noch in anderen zoologischen Einrichtungen besuchen kann, verabschieden sich andere für immer. So verstarb im Reptilienhaus ein St. Vincent-Anolis und die Rosa Löffler konnten keines ihrer beiden Jungtiere durchbringen, beide verstarben innerhalb weniger Tagen. Wahrscheinlich hat man auch einen Jungvogel bei den Graukopfkasarkas verloren, die übrigen sechs entwickeln sich allerdings prächtig.

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Ansonsten sollte noch erwähnt werden, dass sich Breitmaulnashorn-Bulle Bantu inzwischen immer mehr seinen Partnerinnen in Spe annähert. Lediglich die ältere Kuh Baby stellt sich noch zwischen ihn und die beiden jüngeren Weibchen. Wahrscheinlich wird er aber endgültig nah an die Damen herankommen, wenn diese empfängnisbereit werden. Zudem hat sich der Zoo Augsburg bewusst nicht in die lange Reihe tierischer WM-Orakel-Anbieter eingereiht, sondern ein WM-Aktion auf seiner Internetseite eingerichtet.

M.Schmid/zoogast.de