Im Zoo Osnabrück recherchieren Schüler über den „Energiesparzoo“

Foto: Zoo Osnabrück

Deutsche und türkische Schüler recherchieren im Zoo –
Schülerreporter entdecken den „Energiesparzoo“

Journalistische Recherche lernen am Beispiel Zoo: Am heutigen Montag besuchten 18 deutsche und türkische Schüler im Rahmen des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten deutsch-türkischen Projekts „Umwelt baut Brücken“ den Zoo Osnabrück, um über den „Energiesparzoo“ zu berichten.

„In dem interkulturellen Umweltbildungsprojekt ‚Umwelt baut Brücken – Çevrecilikle Kurulan Köprüler‘ der DBU lernen türkische und deutsche Schülerinnen und Schüler gemeinsam journalistisches Arbeiten, indem sie sich mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen auseinandersetzen und darüber berichten“, erläutert Norbert Hilger vom zuständigen Institut zur Objektivierung von Lern- und Prüfungsverfahren (IZOP), Aachen. „Durch das Recherchieren und Schreiben der Artikel, das regelmäßige Lesen der Zeitungen und die Diskussionen untereinander erwerben die Schüler fundiertes Wissen über nachhaltige Entwicklungen, schärfen ihr Umweltbewusstsein und lernen Medien kritischer zu nutzen“, ergänzt DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde die zentralen Ziele des Projektes. „Im Austausch der beiden Kulturen wird gleichzeitig ihre interkulturelle Kompetenz gestärkt.“ Schirmherren sind der deutsche Bundespräsident, Joachim Gauck, und der Staatspräsident der türkischen Republik, Abdullah Gül.

Bevor das diesjährige Projekt im Oktober richtig startet, eigneten sich nun jeweils zwei ausgewählte Schüler der teilnehmenden Schulen in einem dreitägigen Workshop erstes journalistisches Handwerk an. Dabei ging es auch gleich auf Recherche, unter anderem in den Zoo Osnabrück: Zehn türkische Schüler aus Istanbul, Izmir, Ankara und Antalya sowie acht deutsche Gymnasiasten aus Bad Iburg und Meppen besuchten den „Energiesparzoo“ in Osnabrück und recherchierten für beispielhafte Zeitungsbeiträge und Blog-Einträge.

Genügend Stoff dafür lieferte Zoopädagogin Marita Dahms, die die Teilnehmer hinter die Zookulissen führte und über die verschiedenen Energiesparmaßnahmen berichtete: „Bei uns wärmen sich die Elefanten unter einer Infrarotheizung, ihr Duschwasser wird mit Solaranlagen erwärmt, im Aquarium kommt ein Wärmetauscher zum Einsatz und das Wasser der Tapire wird mit einem Blockheizkraftwerk auf Badetemperatur gebracht.“ Mit Unterstützung der DBU, der Stadtwerke Osnabrück und der Bingo Umweltstiftung hatte der Zoo seinen kompletten Energieverbrauch unter die Lupe genommen und an vielen Stellen optimiert. „Wir freuen uns, dass die Schüler zu unserem Energiesparzoo recherchieren und darüber schreiben. Schließlich haben wir als Bildungseinrichtung die Aufgabe, Menschen auch mit Umweltthemen vertraut zu machen. Die Schüler helfen uns mit ihren Berichten, die Botschaft des Energiesparens weiter hinauszutragen und so zum Klimaschutz zu motivieren“, erklärt Zoo-Sprecherin Lisa Josef.

In der Region Osnabrück-Emsland nehmen das Osnabrücker Gymnasium „In der Wüste“, das Gymnasium Bad Iburg und das Meppener Gymnasium Marianum an dem DBU-Projekt „Umwelt baut Brücken – Çevrecilikle Kurulan Köprüler“ teil. Projektleiter Hilger: „Die Projektgruppen besuchen sich im Laufe eines Schuljahres gegenseitig. Gemeinsam recherchieren die deutschen und türkischen Jugendlichen aktuelle Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte in der Region der gastgebenden Schule und schreiben darüber für eine renommierte Partnerzeitung in ihrem Heimatland.“

Noch in dieser Woche bringen die ausgewählten Projektteilnehmer ihre Eindrücke und Erfahrungen zu Papier. Berichtet wird zunächst in dem projekteigenen Blog unter der Adresse www.umwelt-baut-bruecken.de. Ab Oktober gehen die Projektgruppen während der gegenseitigen Besuche sowohl in Deutschland als auch in der Türkei auf Recherche, um dann unter anderem in der Neuen Osnabrücker Zeitung über aktuelle Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen zu berichten.

Das Projekt „Umwelt baut Brücken“
„Umwelt Baut Brücken – Çevrecilikle Kurulan Köprüler“ ist ein deutsch-türkisches Umweltbildungsprojekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, in Kooperation mit dem Institut zur Objektivierung von Lern- und Prüfungsverfahren (IZOP), Aachen, und dem Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU, Osnabrück.
Das Schüleraustausch- und Medienprojekt zu dem Thema „Umwelt und Nachhaltigkeit“, das auch interkulturelle Aspekte einbezieht, wird von der DBU mit ca. 1,5 Millionen Euro über insgesamt fünf Jahre (2011-2016) gefördert. Insgesamt etwa 1.200 Schülerinnen und Schüler aus bis zu zehn bilateralen Schulpartnerschaften besuchen sich gegenseitig und recherchieren wie Journalisten aktuelle Umweltthemen sowie interkulturelle Fallbeispiele in der Region der gastgebenden Schule und veröffentlichen die Beiträge in namhaften Tageszeitungen sowie im Internet.
Hauptziele des Projektes sind die Heranführung von Jugendlichen an aktuelle Umweltthemen, die Schärfung des Umweltbewusstseins, die Förderung der so genannten Gestaltungskompetenz, die Stärkung der interkulturellen Kompetenz und die Stärkung der Medienkompetenz und Leseförderung. Als großer Umweltstiftung ist der DBU die Umweltbildung das Hauptanliegen.

Quelle: PM Zoo Osnabrück