Im Zoo Osnabrück gibt es reichlich Nachwuchs

Erdmännchen-Nachwuchs - Foto: Zoo Osnabrück

Erdmännchen-Nachwuchs – Foto: Zoo Osnabrück

Neue Gesichter im Zoo Osnabrück
Nachwuchs bei kleinen und großen Zoobewohnern

Auch in den Sommermonaten gibt es im Zoo Osnabrück Nachwuchs zu vermelden: So erblickten in den letzten Wochen bei den Erdmännchen, Kurzohrrüsselspringern und den Alpakas Jungtiere das Licht der Welt.

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Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Besonders groß ist die Freude über den Nachwuchs bei den Erdmännchen, denn es ist der erste seit dem Jahr 2010: „Letzte Woche haben wir das Jungtier im Erdmännchengehege entdeckt. Vermutlich ist es bereits Mitte Juni geboren und verbrachte aber die erste Zeit im sicheren Bau“, berichtet Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo Osnabrück. Erdmännchen sind sehr soziale Tiere. Um eine stabile Zuchtpopulation aufzubauen, hat der Zoo die Gruppenstruktur in der Erdmännchenfamilie leicht verändert: „In der Gruppe gab es ein wenig Unruhe, deshalb haben wir die beiden anderen Weibchen, die letztes Jahr aus dem Zoo Schwerin zu uns kamen, herausgenommen und in das Gehege der Rothandtamarine im Affenhaus umgesiedelt. Jetzt lebt unser Zuchtpaar mit dem Nachwuchs alleine im Erdmännchenbereich. Langfristig hoffen wir, dass sich mit weiteren Jungtieren eine natürlich gewachsene Erdmännchenfamilie entwickelt, wie sie auch in der Natur entstehen würde“, hofft Klumpe. „Das tierische Familienleben zu beobachten ist nicht nur für die Besucher spannend, die Jungenaufzucht ist für Zootiere auch eine wichtige Erfahrung“, betont der Wissenschaftler. Mit dem nächsten Nachwuchs rechnet der Zoo frühestens Ende des Jahres.

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Foto:  Zoo Osnabrück  / Lisa Josef

Foto: Zoo Osnabrück / Lisa Josef

Gleich zwei Fohlen halten momentan die Alpakafamilie auf Trab: Die Jungtiere Menina, geboren am 15. April, und Chika, geboren am 9. Juni, toben schon lebhaft über die Außenanlage im Kamelrevier. „Den beiden kleinen Stuten geht es prächtig. Ihre Mütter, die siebenjährige Inka und die vierjährige Mathilda, sind erfahrene Stuten und haben die Geburt gut gemeistert. Momentan trinken die Kleinen noch viel Milch, fangen aber auch schon an, feste Nahrung zu sich zu nehmen und knabbern an Heu, frischem Gras und Ästen“, freut sich Revierleiterin Tanja Boss. Neben den beiden Mutter-Kind-Paaren machen Vater und Leithengst Franco (10 J.) und die Stuten Dominga (9 J.), Isabell (6 J.) und Maya (7 J.) die Herde komplett. Alle drei Stuten sind tragend, der Nachwuchs wird in den nächsten Wochen erwartet.

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Sehr eigenständig und sogar schon ausgezogen ist der Nachwuchs der Kurzohrrüsselspringer: „Die einer Spitzmaus ähnlichen, kleinen Tiere führen in der Regel eine monogame Einehe. Die Jungtiere kommen beinahe vollständig entwickelt zur Welt und werden nur kurz gesäugt, dann verlassen sie die Eltern“, erklärt Klumpe. „Wir haben unsere beiden Jungtiere, die am 19. Juni zur Welt kamen, deshalb in dieser Woche in ein eigenes Gehege im Aquarium umgesetzt. Sie leben jetzt in einem Terrarium neben dem Gehege der Riesenschildkröten. Das weibliche Tier wird den Zoo voraussichtlich Mitte August verlassen, um im Zoo Leipzig eine eigene Familie zu gründen.“ Mit dem zweiten Jungtier möchte der Zoo selbst ein neues Zuchtpaar gründen. Um die Tiere mit dem außergewöhnlichen Namen entdecken zu können, müssen Besucher schon genau hinschauen, denn mit einer Länge von nur rund zehn Zentimetern und der grau-braunen Färbung sind sie gut getarnt und dadurch leicht zu übersehen.

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Quelle: PM Zoo Osnabrück