Im Raritätenzoo Ebbs gibt es viele Jungtiere zu beobachten

Graurückentrompeter mit Nachwuchs im Raritätenzoo Ebbs - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Graurückentrompeter mit Nachwuchs im Raritätenzoo Ebbs – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Anscheinend tragen die Frühlingsgefühle der Tiere im Raritätenzoo Ebbs Früchte, denn auch in diesem Jahr kamen wieder etliche Jungtiere zur Welt. Eine große Zahl Jungtiere ist für den sympatischen Privatzoo im österreichischen Ebbs am Fuße des Zahmen Kaisers wahrlich nichts besonderes, jedoch sind die Kleinen hier immer wieder ein besonderes Erlebnis.

Bereits am Eingang besteht die Möglichkeit, dass einem Katta-Dame Daisy mit ihrem jüngsten Sprößling begrüßt, denn im Raritätenzoo dürfen sich die Kattas frei bewegen. Das Kleine erkundet bereits auch schon auf eigene Faust neugierig das Gelände, immer unter den Wachen Augen der Lemurengruppe. In Ebbs kommt beinahe jedes Jahr ein kleiner Katta zur Welt.

Bei den Kleinen Maras kann man ebenfalls ein Jungtier beobachten, das bereits zusammen mit seiner ganzen Familie in der warmen Mittagssonne liegt. Im Raritätenzoo bewohnen diese Verwandten der allseits bekannten Großen Maras eine großräumige Voliere zusammen mit drei Schwarzweißen Varis und einem Braunen Maki. Kleine Maras sind übrigens eine wahre Rarität, denn sie werden nur äußerst selten in Zoo gezeigt. In ganz Europa gibt es nur fünf zoologische Einrichtungen, welche diese kleinen südamerikanischen Nagetiere halten.

Katta im Raritätenzoo Ebbs 2011 - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Katta im Raritätenzoo Ebbs – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Nur ein paar Meter weiter fiept es einem bereits entgegen. Auch die Graurücken-Trompetervögel haben kleine Küken in ihrer Voliere. Diese südamerikanischen Vögel gehören zur Familie der Kraniche und haben ein sehr seltenes Aufzuchtverhalten, denn die Küken bleiben nach dem Schlupf nicht bei der Mutter, sondern jeder Jungvogel sucht sich sein eigenes Bezugstier innerhalb der Gruppe. Aus diesem Grund ist eine natürliche Nachzucht bei den Graurücken-Trompetervögeln in Zoos eher selten, im Raritätenzoo Ebbs ist sie aber schon des Öfteren geglückt.

Auf dem Bauernhof tummeln sich auch schon eine ganze Horde kleiner Vietnamesischer Hängebauchschweine und wenn man ganz genau zwischen die langen, roten Beine der vielen Flamingos schaut kann man dort einige kleine graue, flauschige Küken beobachten.

In diesem Jahr haben ebenso die Berberaffen wieder doppelten Nachwuchs zur Welt gebracht. Die kleinen Affenbabys drücken sich aber noch jeweils ganz fest an den Bauch ihrer Mutter, welche sich im Moment noch nicht an mit dem Affenfutter, das man Eingang kaufen kann, an den Zaun locken lassen. Berberaffen sind die einzige Affenart, die auch auf dem europäischen Festland vorkommen: Auf dem Felsen von Gibraltar lebt eine kleine Gruppe.

Zudem wird bald die begehbare Voliere für afrikanische Vögel fertig sein und auch die Rhesusaffen dürfen dann in ihr neues Domizil umziehen, im dem sie eine neue weiträumige Spielwiese vorfinden werden. So macht sich der Raritätenzoo Ebbs nahe der deutschen Grenze bei Kiefersfelden schick für die anstehenden Pfingstferien, um den Zoogästen ein unvergessliches Erlebnis zu bieten.

M.Schmid/zoogast.de