Junge Polarfüchsin bringt im Wildpark Lüneburger Heide elf gesunde Welpen zur Welt

Foto:  Wildpark/Thomas

Foto: Wildpark/Thomas

Der Baby-Boom im Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf reißt nicht ab. Nach der sensationellen Geburt zweier gesunder, kräftiger Schneeleoparden gibt es jetzt weitere erfreuliche Nachrichten aus einer Wildpark-Kinderstube zu berichten: Die Polarfüchse haben Nachwuchs! Nicht nur ein, zwei oder drei Babys sind es – nein, 11 kleine Fellnasen, also gleich eine ganze Fußballmannschaft, hat die erst zwei Jahre alte Füchsin in ihrer Bruthöhle zur Welt gebracht. Diese große Anzahl an Welpen liegt zwar bei den Polarfüchsen durchaus im Bereich des Möglichen, aber für den Wildpark ist es ein neuer Rekord, der bisher bei zehn Polarfuchs-Babys lag. Bei der Geschlechter-Verteilung haben die Jungs mit sechs zu fünf knapp die Nase vorn. Das ausgewogene Verhältnis freut Tierpfleger Jens Pradel zwar, aber wichtiger noch ist es, dass alle Tiere gesund und munter sind.

Noch haben die einen Monat alten Jungtiere ihr schwarzes Jugendfell – das für diese Tierart so markante, weiße Winterfell bekommen die Tiere erst, wenn sie ausgewachsen sind, also etwa im Alter von einem Jahr. Dann sind die jungen Polarfüchse auch schon geschlechtsreif. Die kleinen Füchse bleiben noch rund acht Wochen bei ihren Eltern im Wildpark, bevor sie die Reise in andere Zoos in ganz Deutschland antreten. Die ersten Interessenten haben sich bereits gemeldet und freuen sich auf gesunden Nachwuchs für die eigene Zucht.

Polarfüchse gehören zur Familie der Hunde, werden bis 55 Zentimeter groß, erreichen ein Gewicht von etwa fünf Kilogramm und haben eine Lebenserwartung von sieben bis zehn Jahren. Sie leben nördlich der Waldgrenze in den kalten Regionen rund um den Polarkreis, haben das dichteste Fell aller Säugetiere und können theoretisch Temperaturen von bis zu minus 70 Grad Celsius überleben. Kalte Füße bekommen sie auch nicht, denn selbst an den Tatzen haben sie ein dickes Fell, das sie vor der Kälte schützt. Polarfüchse sind Beutegreifer und Allesfresser, ernähren sich von Lemmingen, Vögeln, Aas und in Notsituationen auch vom Kot anderer Tiere.

Quelle: PM Wildpark Lüneburger Heide