Junge Wölfe im Wildpark Lüneburger Heide: Geimpft und putzmunter

Die jungen Wölfe werden geimpft und gechipt – Foto: Wildpark Lüneburger Heide/Thomas

Sie sind jung, sie sind zuckersüß und sie sind vor allem eines: ein ziemlich wilder Haufen. Die Rede ist von den vier Timberwolf-Welpen im Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf. Die zwei Monate alten Mini-Wölfe – drei Rüden und ein Weibchen – haben sich inzwischen prächtig entwickelt und halten ihre Eltern, Mutter Summer und Vater Ole, ganz schön auf Trab. Die Kleinen machen das, was alle Kinder am Liebsten tun: sie toben, spielen und ärgern ihre Eltern. Dabei ist ihnen jedes Mittel recht: Manchmal ist das Objekt der Begierde ein Stöckchen, manchmal rangeln sie um Futter, ab und an muss auch Papas Bein als Spielzeug herhalten. Aber die jungen Wölfe lernen schnell ihre Grenzen kennen. Wenn‘s Papa Ole zu viel wird, knurrt er beeindruckend und fletscht die Zähne, dass man das Fürchten bekommen kann. Die Kleinen verstehen, ziehen Ohren und Schwanz ein und suchen sich einen anderen Spielplatz. Aber eines steht fest: Die sechs Wölfe sind eine tolle Familie, Ole und Summer fürsorgliche Eltern und Jens Pradel ein glücklicher Tierpfleger: „Es ist einfach schön, zu beobachten, wie toll Ole und Summer ihre Elternrolle annehmen“, sagt Pradel, denn es ist das erste Mal, dass die beiden Timberwölfe Nachwuchs bekommen haben.

Für Pradel und seine Kollegen stand jetzt ein aufreibender, aber dennoch notwendiger Termin an: Die kleinen Wölfe mussten einen elektronischen Chip bekommen und geimpft werden – unter anderem gegen Staupe, Hepatitis und Zwingerhusten. Dass die Kleinen die Prozedur nicht ganz freiwillig über sich ergehen lassen würden war klar; nachdem die Eltern ins Nachbargehege gelockt worden waren, musste Pradel in den unterirdischen Bau der Wolfswelpen krabbeln und sie mit dem Kescher heraustreiben. Ein fester Griff war notwendig, um die kleinen, aber schon kräftigen und mit scharfen Zähnen bestückten Jungwölfe zu fixieren, damit Tierärztin Jana Biermann die Impfspritze und den Chip setzen konnte. Am Ende war alles gut. Wolfswelpen, Tierpfleger und Tierärztin haben alles ohne Blessuren überstanden, wie auch die anderen Patienten an diesem Tag. Denn auch Wildkatzen, Fischotter und Tigerscheckenponys mussten das Gleiche über sich ergehen lassen.

Quelle: PM Wildpark Lüneburger Heide