Jungluchs im Tier-Freigelände des Nationalparkzentrums Falkenstein verunglückt

Luchsbaby in Behandlung – Foto: Nationalpark Bayrischer Wald

Am Abend des 17.08.2013 meldeten Besucher des Tier-Freigeländes im Nationalparkzentrum Falkenstein am Haus zur Wildnis, dass das Mitte Mai geborene Luchsjunge beide Hinterbeine hinter sich herschleife. Sofort wurden der diensthabende Tierpfleger Herr Max Schreder, der technische Leiter des Tier-Freigeländes Reinhold Gaisbauer, sowie der Tierarzt des Nationalparks Dr. Dennis Müller informiert.
Nachdem das verletzte Tier aus dem Gehege geborgen wurde, ergab die Erstuntersuchung durch Dr. Müller eine vollständige Lähmung beider Hinterbeine und ein fehlendes Schmerzempfinden. Zur weiteren Abklärung wurde die junge Luchskatze in die Tierärztliche Klinik Kurzeichet (Fürstenzell) gebracht, wo sie noch in der Nacht geröntgt und umfänglich notversorgt wurde. Nachdem die Leiterin der Klinik Dr. Anna Fischer keinen Bruch in der Wirbelsäule feststellen konnte, wurden weiterführende Therapiemaßnahmen durchgeführt. Die klinische Untersuchung ergab deutliche Hinweise, die auf einen Unfall der jungen Luchskatze schließen lassen. Der genaue Hergang konnte jedoch nicht nachvollzogen werden. Abgesehen von der Lähmung ist die junge Luchskatze in einem guten Allgemeinzustand. Dennoch ist die Prognose über den Heilungsprozess zurzeit leider nicht einzuschätzen.
Das Jungtier befindet sich derzeit in der Tierklinik in stationärer Behandlung, wo in enger Absprache mit dem Tierarzt des Nationalparks Dr. Müller weitere diagnostische Maßnahmen besprochen und die Therapie durchgeführt werden.

Quelle: PM Nationalpark Bayrischer Wald