Jungtiere bei Karibus und Kängurus im Erlebnis-Zoo Hannover

Foto: Erlebniszoo Hannover

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Die einen wandern gemächlich durch den hohen Norden, die anderen hüpfen imposant im tiefen Süden umher. Zeitgleich – trotz der enormen Zeitverschiebung – präsentieren die kanadischen Karibus und die australischen Kängurus im Erlebnis-Zoo Hannover ihre Jungtiere.

Die einen sind wuschelig goldbraun, zerzaust und wild auf den eigenen Beinen unterwegs. Die anderen sind kurzfellig braun-grau, eher scheu und lassen sich gerne im Beutel umher tragen.

Doppelpack im Outback
Im australischen Outback werden gleich zwei Jungtiere herumgetragen. Das Rote Riesenkänguru Rose trägt ihr Jungtier seit etwa 6 Monaten im Beutel, seit kurzem steckt es den Kopf hinaus. Wenn es sehr mutig wird, wagt es auch schon mal einen Sprung nach draußen. Sumpfwallaby-Weibchen Sumpfi hat es inzwischen etwas leichter: Ihr Jungtier macht schon öfter eigene Sprünge.

Känguru-Babys werden nach 33 bis 38 Tagen nur ca. 2 cm groß und 0,8 Gramm schwer geboren. Bei der Geburt sind die Jungen nackt, taub und blind. Instinktiv krabbeln sie in den mütterlichen Beutel und saugen sich dort an der Zitze fest. Bis zu acht Monate bleiben sie im Beutel, bevor sie anfangen, mit einem zaghaften Hüpfer Taschenflucht zu begehen und die Welt außerhalb des Beutels zu erkunden. Aber selbst danach hüpfen die Jungtiere immer wieder zurück oder strecken einfach den Kopf hinein, um zu trinken.

Junge Wilde in Yukon Bay
Bei den gemütlichen Karibus in Yukon Bay geht es zurzeit ein wenig lauter zu: Wer immer den Jungtieren von Lindsey und Grace zu nahe kommt, wird ordentlich angeschnauft. Friederike kam am 16. Mai zur Welt, Halbbruder Sven folgte einen Tag später. Nachdem die beiden ihre langen Beine hinter den Kulissen in aller Ruhe geordnet hatten, stürmten sie ihre Anlage hoch über dem Yukon.

Jungtiere sind bei der Geburt gut entwickelt und schon recht groß, bei einem Gewicht von fünf bis 12 kg. Die Kälber wachsen schnell heran und besitzen nach kurzer Zeit genügend Ausdauer, um Wölfen entkommen zu können.

Karibu-Kälber erkennen ihre Mütter übrigens an der Stimme. Wenn ein Karibu-Weibchen das Rufen eines Kalbes hört, antwortet es mit einem gedämpften Ruf. Diesen Ruf erwidert nur das eigene Kalb, indem es auf seine Mutter zuläuft.

Karibus sind eine nordamerikanische Wildform der Rentiere und leben im Norden Amerikas, von Kanada bis hoch nach Alaska. Karibus können bis zu 275 kg schwer werden (Weibchen bis zu 140 kg) und haben ein mächtiges Geweih – im Vergleich zur Körpergröße tragen diese Wildrentiere die größte Geweihmasse aller Hirscharten (bis zu 15 kg!).

Quelle: PM Erlebniszoo Hannover