Känguru-Nachwuchs im Erlebniszoo Hannover

Foto: Zoo Hannover

Vor etwa einem halben Jahr wusste das dreijährige Bennett-Känguru „Die Hübsche“ (die so heißt, weil sie so hübsch ist – logisch) schon, dass sie bald Mutter wird. Nach ca. 35 Tagen brachte sie ein nur 2 cm großes und gerade einmal 0,8 Gramm schweres Baby zur Welt. Das kleine Mini-Känguru war nackt, taub, blind und zielstrebig. Instinktiv krabbelte es nämlich in den Beutel von „Die Hübsche“ und saugte sich an
der Zitze fest. Die Tierpfleger ahnten derweil noch nichts.

Einige Monate später deuteten Bauchumfang und merkwürdige Bewegungen im Beutel auf eine Schwangerschaft der Bennett-Dame hin und jetzt, pünktlich mit den herbstlichen Sonnenstrahlen, steckt das Kleine seinen Kopf aus dem Beutel. Viel mehr hat es bisher noch nicht von sich preisgegeben.

Da kein Tierpfleger genau weiß, wann das 2 cm kleine Mini-Känguru in den Beutel krabbelt, gilt der Tag, an dem der Nachwuchs den mütterlichen Beutel verlässt als offizieller Känguru-Geburtstag. So weit ist es allerdings bisher noch nicht gekommen. Erst in ein paar Wochen, wenn noch ein bisschen wärmendes Fell gewachsen ist, begeht Bennett-Junior Taschenflucht, hüpft aber immer wieder zurück oder streckt einfach den Kopf in den Beutel, um zu trinken. Dann ist auch Teil zwei der Bennett-Geburt abgeschlossen und es darf gefeiert werden.

Übrigens: Von den acht anderen Bennett-Weibchen haben noch mindestens vier einen kleinen Hüpfer im Beutel. Känguru-Mann Bob hat offensichtlich bleibenden Eindruck hinterlassen, bevor er im März auf nach Dänemark ging. Ebenfalls in Liebesdingen.

Steckbrief
Bennett-Känguru oder Rotnackenwallaby (Macropus rufogriseus)
Das knapp 80 cm große, friedliche Bennett-Känguru ist graubraun und hat rotes Fell im Nacken und an den Schultern. Charakteristisch ist der weiße Strich von der Nase bis zu den Augen. Das Bennett-Känguru lebt auf Tasmanien und ist ziemlich „winterhart“, selbst leichte Minusgrade sind kein Problem.

Quelle: PM Zoo Hannover