Kleiner Panda im Zoo Hannover eingezogen

Foto: Zoo Hannover

Eigentlich sieht er gar nicht nach einem Norweger aus, der Ole aus Kristiansand, so rothaarig und zierlich, wie er ist. Aber immerhin ziert eine vornehme nordische Blässe sein hübsches Gesicht und hebt die dunklen Augen markant hervor.
Ole, der klettergewandte Katzenbär (1) aus Norwegen, ist Neu-Hannoveraner. Er kam der Liebe wegen an die Leine. Im Himalaya-Gehege des Erlebnis-Zoo Hannover trifft er auf die Salzburgerin Shana (3), die ihrem Namen „Aufgehende Morgenröte“ mit ihrem dunkelroten Fell alle Ehre macht. Ole hat sein neues Gehege erst einmal in aller Ruhe alleine erkundet. Als er mit jeder Ecke und jedem Baum vertraut war, lernte er seine neuen Mitbewohner, die Chinesischen Muntjaks, und schließlich Shana kennen. Ergebnis: Schon nach wenigen Tagen schliefen die beiden Katzenbären einträchtig auf dem selben Baum.
Im März ist Shanas Gefährte „Manni“ im hohen Alter von 13 Jahren gestorben. Obwohl die beiden zehn Jahre trennten, verstanden sie sich gut, teilten sogar die gleichen Hobbys (Bambus futtern, schlafen, klettern) – doch mehr als gute Freunde waren sie nicht. Jetzt hofft der Zoo, dass aus dem einjährigen Ole und der drei Jahre alten Shana ein richtiges Paar wird. In etwa einem halben Jahr ist Ole geschlechtsreif – genau zur Paarungszeit der Kleinen Pandas, die von Januar bis März dauert.
Bislang gab es im Erlebnis-Zoo Hannover erst einmal Nachwuchs bei den bedrohten Katzenbären, auch ‚Kleine Pandas‘ genannt. Im Rahmen des Europäischen Zuchtprogrammes für den Katzenbär wird versucht, die Tierart zu erhalten. Der weltweite Bestand ist in den letzten 50 Jahren um 40 Prozent zurück gegangen, geschätzt leben in freier Wildbahn nur noch 10.000 Tiere.

Quelle: PM Zoo Hannover