Kölner Zoo: Orang-Utan Bornie eingeschläfert

Zoonews NewsDas Orang-Utan-Männchen Bornie wurde am 12. Januar 2015 eingeschläfert. Das 30 Jahre alte Tier war seit Monaten schwer krank. „Wir mussten diese traurige und schwierige Entscheidung treffen, um Bornie eine noch längere Leidenszeit zu ersparen“ so Zootierarzt Dr. Olaf Behlert.
Das Tier litt an einer Infektion des Kehlsackes und an einer sich daran anschließenden Lungenentzündung. Ursache war ein Keim, der nur sehr schwer zu bekämpfen ist. Seit Monaten war Bornie sichtbar krank. Leichter Husten, später reduzierter Appetit und das Tier baute körperlich ab. Alles deutete auf eine Kehlsackentzündung hin. Zur weiteren intensiven Untersuchung wurde Bornie im Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin im September einer CT-Untersuchung unterzogen. Zusätzlich wurde zusammen mit den dortigen Kollegen der Kehlsack chirurgisch versorgt. Bereits damals zeichnete sich jedoch eine eher schlechte Prognose ab.
Wildtiere verbergen Krankheiten extrem lange – eine wichtige Überlebensstrategie, denn ein krankes Tier hat im Freiland weniger Überlebenschancen.

„Obwohl Bornie schon seit langem in Behandlung war und sich auch nach der Operation in Berlin eine eher schlechte Prognose abzeichnete, fällt eine derartige Entscheidung in einem Zoo nie leicht.“ so Theo Pagel, Direktor des Kölner Zoos.

Quelle: PM Kölner Zoo