Kölner Zoo: Bei den Elefanten tut sich was

Elefantenkuh Tong Koon – Foto: Kölner Zoo

Den regelmäßigen Besuchern des Kölner Zoos dürfte es bereits aufgefallen sein: Seit einigen Tagen werden zwei Elefantenkühe separat gehalten. Zum einen handelt es sich um „Tong Koon“, die sich im Östrus befindet. Die Mutter von „Rajendra“ und „Ming Jung“, der sich vorübergehend im Antwerpener Zoo tummelt und dort Teil einer Junggesellengruppe ist, soll wieder für Nachwuchs sorgen. Dazu wird sie derzeit mit „Sang Raja“, einem unserer Zuchtbullen und Vater von Rajendra, vergesellschaftet.

Bei dem anderen weiblichen Tier handelt es sich um die aus Myanmar stammende Elefantenkuh „Aye Chan May“. In den letzten Wochen verstand sie sich nicht mehr so gut mit der Leitkuh „Kreeblamduan“ sowie mit „Laongdaw“. Sie führt noch das Bullenkalb „Khin Yadanar Min“, das am 27. Juli 2009 hier im Kölner Zoo zur Welt kam. „Aye Chan May“ kam zusammen mit ihrer engen Freundin „Shu Thu Zar“ aus Myanmar und beide bildeten eine feste Einheit. Mit der Geburt von „Bindi“ hat „Shu Thu Zar“ nun aber einen eigenes Jungtier, um das sie sich intensiv kümmert. Dadurch bleibt „Aye Chan May“ etwas alleine in der Gruppe zurück. Sie ist eine Handaufzucht aus dem Zoo von Yangon und ist deshalb besonders auf einen stabilen Rückhalt in der Elefantenkuh-Herde angewiesen, der jetzt aber nicht mehr in dieser Form vorhanden ist. Da zum einen die Gruppe ausreichend groß ist und die Zucht zudem gut funktioniert, hat sich der Kölner Zoo dazu entschlossen, Mutter und Bullenkalb im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms abzugeben. Derzeit laufen bereits entsprechende Vorbereitungen, ein Vorschlag des EEP-Koordinators liegt vor. Nun wird geprüft, wohin und wann die Tiere gehen werden. Als erste Vorbereitung wurden die Tiere von der Gesamtherde getrennt. Sie werden jedoch zeitweise gezielt mit bestimmten Herdenmitgliedern zusammengelassen.

Quelle: PM Kölner Zoo