Kölner Zoo steht im Rechtsstreit wegen des Hippodoms vor einer Entscheidung

Foto: Simon Pannock

Entscheidung des Landgerichts in Sachen Hippodom
am 24. Januar 2014

Am 24. Januar 2014 verkündet das Landgericht Köln im Streit Kölner Zoo gegen Ingenieurbüro Döhler eine Entscheidung. Nach Ankündigung des Gerichts wird es sich um einen Beweisbeschluss handeln. Es geht um die Frage, ob das vom Zoo beauftragte Ingenieurbüro einen Planungsfehler bei der Konzipierung der Filteranlage gemacht hat. Anhand dieses Gutachtens wird das Gericht zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, ob und in welcher Höhe der vom Kölner Zoo geltend gemachte Schadensersatzanspruch begründet ist. Die Höhe des eingetretenen Schadens steht noch nicht abschließend fest. Auf Grundlage der Angebote, die der Zoo für eine mögliche Ertüchtigung der Anlage eingeholt hat, wurde der Schaden zunächst auf 1,0 Mio. Euro beziffert; weiter wird die Feststellung verlangt, dass der Planer auch ggf. weitere Kosten und Schäden zu tragen hat.

Das im Auftrag des Kölner Zoos geplante und errichtete Flusspferd-Becken erfüllt aus Sicht des Zoos nicht die Anforderungen, die man auf Grundlage des Vertrages hätte erwarten dürfen. Es wurden Vorgaben bezüglich Sichttiefe und Wasserqualität beschrieben, die nicht erfüllt wurden, was zu einer Beeinträchtigung der Sichtqualität führt. Hinzu kommt, dass die Betriebskosten höher sind, als von dem beklagten Ingenieurbüro ursprünglich berechnet. Aus Sicht des Zoos liegt dies ebenfalls an der falsch konzipierten Anlage.

Der Hippodom wurde im Jahr 2010 zum 150-jährigen Jubiläum des Zoos eröffnet. Der Hippodom ist nach dem Elefantenpark und dem Regenwaldhaus das dritte Großprojekt im Kölner Zoo, das im Zeichen des neuen Erlebnis- und Artenschutzkonzepts steht. Im Hippodom können die Besucher Flusspferde, Nilkrokodile, Antilopen und andere Bewohner der Flussebenen Afrikas hautnah erleben. Die weiträumige und begehbare Nachbildung einer afrikanischen Flusslandschaft ist europaweit einzigartig. Im Hippodom können die Tiere aus verschiedenen Blickwinkeln beobachtet werden – unter Wasser, aus der Vogelperspektive und sogar Auge-in-Auge.

Quelle: PM Zoo Köln