Landeszootag 2015 in Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag, 18. Juni

Robbe - Foto: Zoo Rostock/Joachim Kloock

Robbe – Foto: Zoo Rostock/Joachim Kloock

Vor kurzem sorgte ein verletzter Seeadler auf Rügen für Schlagzeilen. Der Zoo Stralsund hat das männliche Tier unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit wieder aufgepäppelt. Rund 2.000 Wildtiere finden jedes Jahr „Asyl“ und Hilfe in den Tierparks des Landes. Nun wird im Rahmen des Landeszootages MV am Donnerstag, dem 18. Juni, in Stralsund die erste Aufnahmestation für Wildtiere mit „Zoominister“ Dr. Till Backhaus eingeweiht. Jahrelang hatte der Landeszooverband um mehr Unterstützung bei der sehr aufwändigen und zusätzlichen Betreuung von Wildtieren geworben.

Aber der Zootag, der sich in diesem Jahr der Arbeit der Tierheime und Tierschutzverbände widmet, bietet noch mehr. Viele Einrichtungen haben sich für ihren Tag interessante Angebote für die Besucher einfallen lassen. Es gibt Sonderführungen, Ausstellungen, Infostände, oft in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Tierheimen organisiert und mit Sondereintrittspreisen. Journalisten sind herzlich eingeladen, den Minister bei seinen Zoobesuchen in Stralsund, Wolgast und Lelkendorf zu begleiten oder selbst in einer Einrichtung in ihrer Nähe vorbeizuschauen.

Der Landeszootag wurde vom Landeszooverband und dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz initiiert und findet in diesem Jahr zum 5. Mal statt. Nach dem Thema Bildung im vergangenen Jahr dreht sich der Landeszootag 2015 um das Thema Tierheime und das gemeinsame Anliegen des Tierschutzes. „Die Aufklärung über den richtigen Umgang mit Fundtieren steht in diesem Jahr im Mittelpunkt“, sagte der Vorsitzende des Landeszooverbandes, der Rostocker Zoodirektor Udo Nagel. „Nicht jedes hilflos scheinende Wildtier, das auf Spaziergängen gefunden wird, sollte aus seiner Umgebung gerissen und mitgenommen werden. Oftmals lauert die Mutter nur in der Deckung. Die Tierparks und auch die Tierheime sind oftmals mit den vielen auch unnötig abgegebenen Tieren überfordert. Da sollen die Informationen helfen, Tiere möglichst in ihrem natürlichen Umfeld zu belassen und nur in tatsächlichen Notfällen einzugreifen.“

Landeszootag 2015 am Donnerstag, 18. Juni

9.00 Uhr – Eröffnung des Landeszootages im Tierpark Stralsund
Im Zoo Stralsund wird Minister Dr. Till Backhaus eine Aufnahmestation für Wildtiere einweihen. Der Umbau eines Gebäudes wurde vom Land gefördert. Neben dem Tierparkleiter sind auch der Tierschutzverein Stralsund sowie die Amtstierärztin zu Gast. Es sind eine Besichtigung der Aufnahmestation sowie eine Gesprächsrunde vorgesehen.

11.30 Uhr – Tierpark Wolgast
Geplant ist ein Rundgang mit Besichtigung der neuen Zooschule, die mit großem Engagement der ortsansässigen Tierärztin und des Tierparks mit Bildungsangeboten für Schüler der Region begonnen hat. Es werden neue Bauprojekte vorgestellt, unter anderem die Umgestaltung der Alpaka-Anlage. Gäste sind unter anderem Tierheim-Mitarbeiter und die Tierärztin (Zooschule).

14.30 Uhr – Haustierpark Lelkendorf
Auch der Haustierpark macht auf das Problem der abgegebenen Fundtiere aufmerksam (Schautafel). An diesem Tag ist eine Gruppe Flüchtlinge aus Jördenstorf eingeladen, den Haustierpark kennenzulernen (Eintritt und Führung kostenlos). Außerdem sollen dem Minister drei neue Zoo-Projekt-Vorhaben vorgestellt werden. Halber Eintrittspreis für Besucher.

Außerdem gibt es Sonderveranstaltungen im

Tierpark Greifswald
Sonderführungen um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr, das Tierparkcafé hat geöffnet.

Tiergarten Neustrelitz
Anlässlich des Landeszootages hat der Tiergarten zwei Tierschutzvereine aus Neustrelitz eingeladen sowie eine Hundetrainerin, einen Tierarzt und eine Papageienzüchterin. Die Experten für Wild- und Haustiere stehen in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr für alle Fragen zur Verfügung. Es gibt ermäßigte Eintrittspreise.

Zoo Rostock
Die Zootierpfleger und der „Storchenvater“ Hans-Heinrich Zöllick, langjähriger Landeskoordinator Storchenschutz, berichten von 10.00 bis 13.00 Uhr über das gemeinsame Projekt der Pflege und Wiederauswilderung verletzter Störche, der Storchberingung und des Storchenschutzes. Auch eine Kopie des sogenannten Pfeilstorches, eines 1822 in Mecklenburg erlegten Zugvogels mit einem afrikanischen Pfeil im Hals, ist zu sehen. Außerdem laden die Imker des Zoos zum Schauschleudern und Verkosten des Honigs ein, sie berichten von Geschichte und Gegenwart der Bienenhaltung und der Bedrohung der Bienenvölker. Im Zoo sind derzeit fünf Völker „zu Hause“. An Infoständen können die Besucher zudem ihr Wissen über heimische Tiere testen. Kinder bis sieben Jahre zahlen keinen Eintritt, bis 16 Jahre nur fünf statt acht Euro.

Zoo Schwerin
Im Zoo Schwerin werden sich das Tierheim Schwerin, das Tierheim Roggendorf und die Hundeschule Westhoff mit dem Mecklenburger Fund Hund e.V. vorstellen. Neben der Präsentation der Tierschutzarbeit geht es auch um die artgerechte Heimtierhaltung. Hier wird der Schwerpunkt auf Hund, Katze, Meerschweinchen, Kaninchen und Wellensittich liegen.

Quelle: PM Landeszooverband Mecklenburg-Vorpommern / Zoo Rostock