Löwe im Bergzoo Halle eingeschläfert

Trauer Tod zoogast.deAm Freitag musste im Bergzoo Halle der Angolalöwe „Bono“ leider eingeschläfert werden, um ihm weitere Leiden und ein vermutlich qualvolles Ende zu ersparen. Bereits seit mehreren Wochen war „Bono“ ernsthaft erkrankt. Er fraß anfangs der Krankheit nur sehr wenig und nahm seit mehreren Tagen gar kein Futter mehr auf. Inzwischen hatte Bono soviel Körpermasse verloren, dass er nur noch ein Schatten seiner selbst war. Alle Behandlungen und Therapien schlugen leider nicht an. Eine letzte Mittelverabreichung hatte nur für wenige Tage und damit für eine weitaus kürzere Zeit als erhofft Besserung gebracht, bevor die Krankheitserscheinungen zum wiederholten Male verstärkt ausbrachen. Die tierärztlich vermuteten Erkrankungsursachen (innere Organschädigung durch Krebs oder Alterserscheinungen) ließen auch keine Hoffnung mehr zu „Bono“ retten zu können.

Die Mitarbeiter des Zoos und im speziellen die Raubtierpfleger sowie die Raubtierkuratorin Jutta Heuer, sind sehr traurig über den Tod von „Bono“. Mit ihm verliert der Zoo Halle eines seiner bekanntesten und beliebtesten Tiere, auf dessen Schönheit und imposante Erscheinung alle sehr stolz waren. Die Tierpfleger hatten ihn ob seines verträglichen Wesens ins Herz geschlossen und werden ihn sehr vermissen. Allen an seiner Pflege Beteiligten war allerdings bewusst, dass er mit seinen 15 Jahren bereits ein alter Löwe war, mit dessen Ableben daher vorausschaubar zu rechnen war. Auch seine gleichaltrige Partnerin „Lissa“ verstarb bereits Ende letzten Jahres an den Folgen eines Tumors.

Löwenkater „Bono“ wurde am 8.6.2001 in Lissabon/Portugal geboren. Gemeinsam mit seiner ebenfalls im Lissaboner Zoo geborenen Partnerin Löwin „Lissa“ kam er am 2.3.2003 in den Bergzoo Halle. Beide gehörten zur selten gehaltenen Unterart der Angolalöwen und stammen von vermutlich 6 Gründungstieren ab. Das Paar hat insgesamt 33 Nachkommen, die heute in Griechenland, Tschechien, Frankreich und Deutschland leben. Im Bergzoo verbleiben ihre beiden Töchter „Nyla“ und „Baari“. Letztere war erst kürzlich aus dem Zoo Hoyerswerda nach Halle zurückgekehrt.

Quelle: PM Zoo Halle