Luchsgeburt bei Partnerprojekt des Serengeti Parks Hodenhagen

Luchs-Jungtier – Foto: Serengeti-Park Hodenhagen

Die Luchsin F2 die am 14. Februar 2013 im Harz gefangen wurde, bekam das von der Serengeti-Park-Stiftung gesponserte Senderhalsband angelegt. Dieses gibt dreizehn Monate lang zweimal täglich die Position der Luchsin preis und den Forschern so wichtige Informationen über ihre Wege durch den Harz, die Größe ihres Streifgebietes und auch über ihren Nahrungserwerb. Danach wird sich das Halsband automatisch wieder vom Hals des Tieres lösen.

Seit dem Jahr 2010 kennen die Forscher des Nationalparks Harz mittlerweile die Luchsin F2. Niemals in dieser Zeit gab es einen Hinweis darauf, dass F2 Jungtiere zur Welt gebracht hat. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Die Lokalisationen vom Halsbandsender der Luchsin zeigen, dass sie seit Ende Mai immer wieder den gleichen Ort aufsucht und sich sehr lange dort aufhält.

Luchsforscher finden das Jungtier von F2
Ausgestattet mit der Sondergenehmigung des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, machten sich die Luchsforscher des Nationalparks Harz auf den Weg, um an einigen auffälligen GPS-Lokalisationen von F2 einmal nachzuschauen, ob die Luchsin in diesem Jahr Nachwuchs hat. In sehr schwierigem Gelände konnte nach längerer Suche tatsächlich ein etwa vier Wochen altes männliches Junges gefunden werden. Der kleine Luchs lag versteckt unter einem Felsen, zwischen dichten Fichten. Er wurde gewogen und mit einem kleinen Chiptransponder markiert. Einige Tröpfchen Blut wurden für eine genetische Analyse aus dem Ohr entnommen. Danach setzten die Forscher den kleinen Luchs wieder an den Fundplatz zurück und zogen sich zurück. Nur kurze Zeit später verrieten die Telemetriesignale, dass sich F2 wieder bei Ihrem Jungen befand.
Es bleibt allerdings die Frage, ob es wirklich nur ein Jungtier gibt oder ob noch Geschwister zwischen den Felsen unentdeckt blieben.

Hintergrund Luchse:
im Jahr 2000 begann das Luchsprojekt Harz mit der Wiederansiedlung von Gehegenachzuchten. Heute – rund 13 Jahre danach – leben wieder Luchse im Harz die bereits alle von ihren Müttern in der freien Wildbahn großgezogen worden sind. Es besteht die Chance, dass sich diese schöne Katzenart im Verlaufe der nächsten Jahrzehnte nach über 300 Jahren erstmalig wieder über die deutschen Mittelgebirge und die Wälder des norddeutschen Flachlands ausbreiten kann.
Nach zehnwöchiger Tragzeit bringen Luchsinnen ihre Jungtiere Ende Mai/ Anfang Juni zur Welt. Im Durchschnitt handelt es sich um zwei Junge, die blind geboren werden. Im Harz wurden bei einigen Luchsinnen aber auch schon bis zu vier Jungtiere nachgewiesen. Der Nachwuchs wird etwa zehn Monate lang von der Mutter betreut.

Quelle: PM Serengeti Park Hodenhagen