Mega-Nachwuchs bei den Präriehunden im Zoo Hannover

Foto: Erlebniszoo Hannover

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Sie sind klein, das Fell steht in alle Richtungen ab, die winzigen Nasen sind in Dauerbewegung, um alles Neue zu erschnüffeln. Mit den Mini-Pfoten buddeln sie entweder übereifrig im Sand oder klettern in jedes Loch und auf jeden Felsen. Der Nachwuchs bei den Präriehunden ist eifrig am Werk, das Gehege in Yukon Bay im Erlebniszoo Hannover auf den Kopf zu stellen und die Familie auf Trab zu halten.

Vor einigen Tagen haben die Mini-Buddler zum ersten Mal ihr Nest im Bau unter Tage verlassen und werden seitdem täglich mutiger. Erst zeigte sich nur eine Nasenspitze, dann wagten sich die Kleinen höchstens ein paar Zentimeter aus dem Höhleneingang heraus. Aber jetzt gibt es kein Halten mehr und das Gehege ist fest in den Pfoten der Jungtiere.
Präriehunde kommen gerade mal 15 Gramm schwer, nackt und blind tief unter der Erde im schützenden Bau zur Welt. Etwa sieben Wochen lang werden die Kleinen gesäugt, ab ca. der 5.-6. Woche gehen sie auf Entdeckungstour. Inzwischen nagen sie an allem, was sie finden können, am liebsten an Grünzeug und Möhren.

Bis zum Herbst werden sie schwer damit beschäftigt sein, sich ein Gewicht von mindestens 500 Gramm anzufuttern, um den Winter zu überstehen (dass es im Zoo immer Nahrung gibt und man sich nicht zwangsläufig eine Fettschicht zulegen muss, können sie ja nicht ahnen).

Die Präriehunde leben in Yukon Bay in der Ausgrabungsstätte „Yukon Beringia“. Archäologen haben hier Knochen prähistorischer Tiere gefunden (so die Geschichte, von der Yukon Bay erzählt). Ein Hinweisschild zur versunkenen Landbrücke „Beringia“ erklärt, wie prähistorische Tiere – zum Beispiel das Mammut – von Asien nach Nordamerika gelangt sind.

Hier haben die Präriehunde die Grabungen übernommen. Wobei der Name Prärie“hund“ täuscht: Die kleinen Nager gehören zu den Hörnchen, nicht zu den Hunden. Aber wenn Gefahr droht, bellen sie.

Quelle: Erlebniszoo Hannover