Mitglied-Zoos des VdZ begeistern Besucher für Artenschutz

Foto: Simon Pannock

Foto: Simon Pannock

Im Mittelpunkt des heutigen UN World Wildlife Days steht der Schutz von Elefanten. Anlässlich des Tages weist der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) auf die wichtige Rolle von Zoos im Arten- und Naturschutz hin. Volker Homes, Geschäftsführer des VdZ, betont: „Das diesjährige Motto des World Wildlife Days ‚The future of wildlife is in our hands‘ verkörpern unsere 68 Mitgliederzoos als Experten für Wildtierhaltung und -schutz täglich. Sie bieten jährlich mehr als 33 Millionen Besuchern allein in Deutschland die Möglichkeit, Wildtiere zu sehen, zu riechen, zu hören und ihr Sozialverhalten zu beobachten. Es ist dieses unmittelbare Tiererlebnis, das Menschen zum Artenschutz animiert. Denn wir schützen nur, was wir kennen.“

„Alle Zootiere sind Botschafter ihrer häufig bedrohten Artgenossen in der Natur“, so Volker Homes weiter. „Viele VdZ-Zoos, die Elefanten halten, machen beispielsweise auf die aktuelle Wilderei-Krise in Afrika aufmerksam. Schätzungen zufolge werden dort jährlich mehr als 20.000 Elefanten für ihr Elfenbein gewildert. Das hat dramatische Auswirkungen auf die Gesamtpopulation.“ Der VdZ begrüßt daher den letzten Freitag verabschiedeten EU Aktionsplan gegen den illegalen Handel und die Wilderei von Wildarten und deren Produkten. Auch Elefanten werden davon profitieren.

Neben der Wahrnehmung ihres Bildungsauftrags leisten die VdZ-Zoos in Mitteleuropa durch die Teilnahme an international koordinierten Zuchtprogrammen einen direkten Beitrag zum Arterhalt. Weltweit sind rund 900 Tierarten in Zuchtbüchern oder regionalen Zuchtprogrammen erfasst. Seit mehreren Jahren unterstützt der VdZ und seine Mitglieder z. B. ein Projekt zur Wiederansiedlung von Gänsegeiern in Bulgarien in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, der Stiftung zum Schutz der Geier, den Organisationen Green Balkans und Fund for Wild Flora and Fauna. VdZ-Mitgliederzoos haben bereits mehrere Geier-Nachzuchten zur Auswilderung abgegeben.

Quelle: PM VDZ