Nach 18 Jahren wieder ein Spitzmaulnashorn im Zoo Zürich geboren

Foto: Zoo Zürich/Samuel Furrer

Foto: Zoo Zürich/Samuel Furrer

Nach einer Unterbrechung von 18 Jahren ist im Zoo Zürich wieder ein Spitzmaulnashorn geboren worden: Die knapp 14-jährige Nashornkuh SAMIRA brachte am späten Abend des 28. Dezembers 2014 ihr erstes Jungtier zur Welt. Es ist ein Weibchen. Sein Name lautet Olmoti, in Referenz an einen Krater im Ngorongoro-Gebiet in Tansania. Vater des Jungen ist der 15-jährige Bulle JEREMY. Die Geburt erfolgte im Hintergrundbereich des Afrikahauses, der von den Besuchern abgeschirmt ist. Sobald sich die Bindung zwischen SAMIRA und ihrem Kalb gefestigt hat, werden die beiden Zugang zu den entsprechend vorbereiteten Boxen im Besucherbereich erhalten. Dies wird voraussichtlich am 2. Januar 2015 der Fall sein.
Der Zoo Zürich nimmt am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Spitzmaulnashörner teil. Dieses umfasste Anfang 2014 66 Tiere in 17 Institutionen. In Zürich sind mit dieser Geburt bis anhin neun Jungtiere auf die Welt gekommen.

Am Rande der Ausrottung
Im 19. Jahrhundert zählte der Bestand der Spitzmaulnashörner einige 100‘000 Tiere. Heute gibt es weniger als 5000 Spitzmaulnashörner. Die Hauptbedrohung geht von der Wilderei aus. Sie wird vor allem durch die Nachfrage nach dem Nasenhorn der Tiere im asiatischen Raum angekurbelt. Im illegalen Handel werden damit hohe Gewinne erzielt.
Der Schutz des Nashorns ist eines der sieben Naturschutzschwerpunktprojekte des Zoo Zürich. Er unterstützt hierzu die Lewa Wildlife Conservancy, ein privat geführtes Schutzgebiet in Kenia. Lewa bietet Lebensraum für insgesamt 130 Nashörner, davon 67 Spitzmaulnashörner. Der Zoo Zürich trägt unter anderem Kosten für Löhne und Ausrüstung der Wildhüter und hilft bei der Finanzierung von Nashorn-Translokationen.

Quelle: PM Zoo Zürich