Nach langer Zeit wieder Wolfsnachwuchs im Zoo Osnabrück

Foto: Zoo Osnabrück / Lisa Josef

Erstmals seit sieben Jahren gibt es im Zoo Osnabrück wieder Wolfsnachwuchs zu sehen. Auch bei den Goldschakalen tapsen Jungtiere durch das Gehege.

Raufen, spielen, lernen und erkunden – der Tagesablauf der drei Wolfs- und fünf Schakaljungen sieht zurzeit recht ähnlich aus. Während der Wolfsnachwuchs jedoch nur mit einer gehörigen Portion Glück zu beobachten ist, sind die Schakaljungen für die Besucher häufig gut zu sehen. „Die Schakale sind bereits Mitte April in einer Erdhöhle zur Welt gekommen, die drei Wolfsjungen erst Anfang Mai. Bei beiden Hundeartigen verbringt der Nachwuchs die ersten Wochen nur im Bau. Erst danach kommen die Welpen nach und nach heraus und erkunden ihre Umgebung“, erklärt der Osnabrücker Zoodirektor Prof. Michael Böer das Familienleben. „Die Wolfsjungen halten sich zurzeit in direkter Nähe zum Bau auf, der am besten vom Wolfssteg aus zu sehen. Hier lernen sie zurzeit klettern und springen und raufen miteinander.“ Versorgt werden die Kleinen vor allem von ihrer Mutter Paulina, die die Welpen säugt.

Allerdings nehmen sie auch schon erste feste Nahrung zu sich, anverdaut von den Erwachsenen. „Das gesamte Rudel, die Fähe´und die drei Rüden, kümmert sich um den Wurf. Wölfe sind sehr soziale Tiere und haben einen ausgeprägten Familiensinn. Die untergeordneten Rudelmitglieder kümmern sich auch um die Jungtiere, damit das Leitpaar sie in der Gruppe akzeptiert“, erläutert Böer. In circa drei Wochen wird der Zoodirektor und Tierarzt den Nachwuchs das erste Mal untersuchen, entwurmen und impfen. „Dann können wir auch das Geschlecht des Trios feststellen,“ so Böer. Das Geschlecht der Schakaljungtiere ist ebenfalls noch nicht bekannt. „Wir wollen das Familienleben in den ersten Wochen so wenig wie möglich stören, aber auch hier werden wir bald eine erste Untersuchung durchführen.“ Den Schakalwelpen ginge es sehr gut, die Eltern kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs, unterstützt von dem weiteren Weibchen, das in der Anlage lebt.

Quelle: PM Zoo Osnabrück