Nach Überschwemmung in Tiflis werden zahlreiche Tiere des Zoos vermisst

Foto: Bildschirmfoto Webseite Zoo Tiflis

Foto: Bildschirmfoto Webseite Zoo Tiflis

Dramatische Bilder gab es am Wochenende in Tiflis zu sehen. Nach heftigen Regenfällen sind aus dem Zoo der georgischen Hauptstadt zahlreiche Tiere geflohen. Aus Sicherheitsgründen wurden zahlreiche Raubtiere in der Innenstadt von Tiflis durch die Polizei getötet. Nach offiziellen Angaben wurden dabei mindestens 20x Wölfe, 8x Löwen, 2x weiße Tiger, und mehrere Jaguare, sowie eine nicht bestätigte Zahl von Bären erschossen. Andere Tiere konnten betäubt und zurück in den zerstörten Zoo gebracht werden.
Mehrere TV- Sender zeigten Bilder von einem Nilpferd, welches außerhalb des Zoos auf zerstörten Straßen herumlief. Das Tier wurde von mehreren Männern zurück in den Zoo getrieben.

Auf dem Gelände des Zoos wurden drei Leichen von Menschen gefunden, darunter mindestens zwei Tierpfleger. Vermutlich haben die Pfleger versucht einen Teil der Tiere zu retten und sind dabei selbst ums Leben gekommen. Eine Zoo-Sprecherin sagte: „Nur drei von unseren 17 Pinguinen konnten gerettet werden“.

Etwa 300 Arten hat der Zoo regulär auf einer Fläche von fast 120 Hektar beheimatet. Mindestens 2/3 der Tiere werden derzeit noch vermisst. Nach Angaben der Zooleitung geht man davon aus, dass die meisten Tiere ertrunken sind. Der Zoo erlitt bei der Überschwemmung große Schäden. Zahlreiche Gehege sind nicht mehr nutzbar.
Viele freiwillige Helfer haben sich heute (Montag, 15.06.2015) am Zoo von Tiflis versammelt um bei den Aufräumarbeiten zu helfen und die Gehege der Tiere wieder notdürftig herzustellen.

Quelle: zoogast.de