Nachwuchs bei den Amurleoparden im Serengeti Park

Amurleopard mit Nachwuchs - Foto: Serengeti Park

Amurleopard mit Nachwuchs – Foto: Serengeti Park

Nachwuchs äußerst seltener Art!
Amurleoparden, weltweit leben nur noch 49 Individuen in freier Wildbahn!

Am 01. Dezember 2013 brachte Amurleopardin Ilka (geb. 2004 im Serngeti Park) nach drei Jahren ihren zweiten Wurf zu Welt – erneut ein schwarzes Männchen und ein normal gefärbtes Weibchen. Bereits 2010 brachte Ilka zwei Jungtiere zur Welt: damals allerdings unter dramatischen Umständen. „Paulchen Panther I.“, ein „Schwärzling“ war deutlich schwächer als seine Schwester die ihn von den Zitzen der Mutter abhielt, so dass der kleine Panther letztendlich zerkratzt von der Mutter getrennt werden musste. In der Folgezeit wurde er von einer Pflegefamilie mit der Flasche aufgezogen. Heute lebt Paulchen wieder im Serengeti-Park und schaut neugierig auf seinen kleinen schwarzen Nachbarn.

Bei diesem Wurf ist alles gut gegangen: Die nun 11 Wochen alten Jungtiere sind wohlauf, werden beide von der Mutter umsorgt und kratzen und fauchen um die Wette. Vater der beiden Kratzbürsten ist Kater Kutno der 2004 im Serengeti-Park geboren wurde.

Hintergrund Amur Leoparden

Der Amurleopard ist die am nördlichsten angesiedelte Leopardenunterart und akut vom Aussterben bedroht. In freier Wildbahn leben nur noch 49 Amur-Leoparden. Weltweit werden in Tierparks nur ca. 4-6 Tiere jährlich geboren. Der aktuelle Bestand an schwarzen Tieren ist nicht ermittelbar, wir gehen nach letzten Informationen von etwa 5 Tieren aus.
Erwachsene Amur-Leoparden wiegen zwischen 25 Kilo und 50 Kilo, wobei die Männchen schwerer als die Weibchen sind und werden bis zu 15 Jahren alt. Ihre Körperlänge beträgt 140 cm und die Schulterhöhe 75 cm. Bei der Geburt wiegen sie ca. 500 g und sind 25 cm bis 35 cm lang. Nach ca. 10 Tagen öffnen sie die Augen und werden für 3 Monate von der Mutter gesäugt.

Der Serengeti-Park widmet sich schon seit 10 Jahren der Haltung und Zucht dieser äußerst seltenen Großkatze, insgesamt wurden hier inzwischen 13 Jungtiere geboren. Die Erbanlage für Schwarzfärbung des Felles ist sehr selten – vielleicht in 5-7 % der Leoparden einer Population ist sie vorhanden. Sie kommt aber optisch verdeckt viel häufiger bei Leoparden vor, als dass man „Schwärzlinge“ sieht, weil sie rezessiv vererbt wird, also von einem Normalfleck-Gen eines Elternteils dominiert wird. Schwarze Panther gibt es also nur dann, wenn die schwarze Farbe doppelt – sowohl von der Mutter als auch vom Vater – dem Welpen „in die Wiege gelegt“ wird.
Außer am Amur Fluss  in Sibirien lebt diese Großkatze in Gebieten in China und Nordkorea. Sie gilt als geschickter Kletterer und kann dabei auch Ihren Schwanz einsetzen. Die extreme Bedrohungslage für diese Tierart ist u.a. durch eine intensive Bejagung entstanden. Ihr dichtes, wundervolles Fell  ist bei Jägern sehr begehrt. Ihre inneren Organe werden in der asiatischen Medizin eingesetzt.

Quelle: PM Serengeti Park