Nachwuchs bei den Brillenpinguinen im Opel-Zoo

Foto: Archiv Opel-Zoo

Seit ihrem Einzug im Juni 2016 sind die Brillenpinguine einer der Favoriten der Besucher im Opel-Zoo. Die flugunfähigen Vögel werden bis etwa 70cm groß und erreichen ein Gewicht von etwa 3,5kg. Ihre schwarz-weiße Zeichnung, ihre Geselligkeit, ihre Eleganz beim Schwimmen, ihr Charlie Chaplin-Stil beim Laufen – all das macht sie zu Sympathieträgern.

Bis jetzt hatten sich die Brillenpinguine noch nicht erfolgreich fortgepflanzt. Das war nicht verwunderlich. Jede neu gebaute Anlage braucht ihre Zeit bis alles reibungslos funktioniert, da die Tiere sich einleben müssen. Jetzt, nach etwa 1,5 Jahren hat es endlich geklappt.

Ein Pärchen aus der Gruppe hat eine der Nistboxen besetzt, die beiden gelegten Eier 38 Tage lang bebrütet und am 21. Dezember schlüpfte dann ein gesundes Küken.

Das ist umso erfreulicher, weil auch die Brillenpinguine inzwischen zu den stark bedrohten Arten gezählt werden müssen. Brillenpinguine kommen an den Küsten und auf den vorgelagerten Inseln des südlichen Afrikas vor und sind die einzigen afrikanischen Pinguine. Vor 100 Jahren schätzte man den Bestand der Brillenpinguine auf 1,5 Millionen Tiere. Als man im Jahr 1956 erstmals zählte, waren es 140.000 Brutpaare, heute sind es gerade einmal 20.000 Brutpaare. Die Überfischung der Meere, der Guano-Abbau und die Wasserverschmutzung zerstören die Lebensgrundlage.

Es wird mindestens zwei Monate dauern, bis der Pinguin selbständig ist. Noch sitzt der Jungpinguin in seinem sicheren Nistkasten und das wird er die kommenden Wochen auch noch bleiben. Das einzigartige Erlebnis der Aufzucht können auch alle Besucher haben. Am Gehege ist ein Monitor installiert und hier kann die Aufzucht live beobachtet werden.

Quelle: PM Opel Zoo

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