Nachwuchs bei den Buschschliefern im Opel-Zoo

Foto: Archiv Opel-Zoo

Foto: Archiv Opel-Zoo

Kennen Sie Buschschliefer? Nein? Dann haben Sie bisher etwas sehr Niedliches etwas versäumt. Buschschliefer begeistern! Sitzen sie auf einem Ast oder Fels, strahlen sie stoische Ruhe aus. Gleichzeitig können sie mit kaum vorstellbarer Eleganz fast senkrechte Felsen hinauf und herunter klettern.

Im Opel-Zoo wurden am 27. und 28. Oktober insgesamt vier Buschschliefer geboren. Sie werden jetzt etwa 8 Wochen lang von ihren beiden Müttern gesäugt und sind dann erst selbständig. In ihrem Gemeinschaftsgehege mit den Papageien in direkter Nachbarschaft zum Elefantenhaus sind die Jungtiere bereits zu sehen.
Diese Nachbarschaft hat einen guten Grund. Auf den ersten Blick ähneln die Buschschliefer zwar den Murmeltieren, sind aber nicht mit ihnen verwandt. Tatsächlich sind sie neben den Seekühen die nächsten lebenden Verwandten der Elefanten. Um das zu erkennen, muss man allerdings ein wenig tiefer blicken: erst der Aufbau der Füße, die Schneidezähne und genetische Ähnlichkeiten beweisen die Verwandtschaft.
Buschschliefer leben in Ostafrika in felsigen Landschaften der Buschsavanne. Sie bilden Kolonien von über 30 Tieren mit einem dominanten Männchen. Sie sind Vegetarier und ernähren sich von Laub, Gräsern und Früchten. Eine weitere Parallele zu den Elefanten ist die extrem lange Tragzeit für derart kleine Tiere. Buschliefer bringen erst nach etwa 8 Monaten 1-3 Jungtiere auf die Welt. Dafür sind die Jungschliefer bei der Geburt aber auch schon bis zu 300 g schwer – im Vergleich zum Gewicht der Mutter von 3 kg Gewicht echte Wonneproppen. Das ist im Verhältnis so, als würde eine Menschenfrau Zwillinge von je etwa 10 kg Gewicht zur Welt bringen!

Bei der Geburt sind Buschschliefer voll entwickelt, ihre Augen und Ohren sind offen und sie springen und klettern schon kurz darauf hervorragend. Geschlechtsreif werden sie allerdings erst mit 16 – 18 Monaten. Bis dahin erforschen die vier Neuzugänge ihr Gehege und sind im warmen Innenraum gut zu beobachten.

Quelle: PM Opel Zoo