Nachwuchs bei den Emus im Tierpark Chemnitz

Foto: Tierpark Chemnitz / Jan Klösters

Auf der Australienanlage im Tierpark Chemnitz gibt es – nach dem dreifachen Nachwuchs bei den Bennett-Kängurus Anfang März – nun seit Mitte März auch Jungtiere bei deren Mitbewohnern, den Emus. Zwei Küken haben das Licht der Welt erblickt. Vater Heinrich kümmert sich routiniert um seinen Nachwuchs, den er vorher knapp zwei Monate lang ausgebrütet hat. Das Brüten übernimmt – wie bei den meisten Laufvögeln – allein das Männchen. Während dieser Zeit nimmt der Hahn so gut wie keine Nahrung oder Flüssigkeit zu sich. Er steht auch nur auf, um die Eier mehrmals am Tag zu wenden.

Für Emuhahn Heinrich und Emuhenne Katharina ist es bereits der fünfte Nachwuchs, seitdem die beiden seit 2013 gemeinsam in Chemnitz leben. Katharina ist von Heinrich und den Küken getrennt. Die Jungen werden bei den Emus ausschließlich vom Hahn geführt. Während der Jungenaufzucht kann der Emuhahn mitunter sehr aggressiv werden, um seine Jungtiere und auch sein Revier zu verteidigen. In der Natur wandern deshalb die Weibchen nach der Ei-Ablage weiter, oft sogar in die Reviere anderen Männchen, um sich dort erneut zu verpaaren.

Vater Heinrich hat im April selbst „Schlupftag“ – er wird stolze 17 Jahre alt. In der Natur wäre das ein hohes Alter. Aufgrund der verbesserten Lebensumstände können Emus in menschlicher Obhut auch doppelt so alt werden.

Heinrich und der Nachwuchs sind momentan auch schon auf der großen Außenanlage zu sehen. Die Küken sind gut an ihrem charakteristisch gestreiften Federkleid zu erkennen, das sie für etwa drei Monate behalten.

Da auch die jungen Kängurus nun immer häufiger die Beutel ihrer Mütter verlassen, gleicht die Australien-Anlage im Tierpark momentan einem kleinen Kindergarten.

Quelle: PM Tierpark Chemnitz

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