Nachwuchs bei den Erdmännchen im Zoo Dortmund

Foto: Simon Pannock

Im Zoo Dortmund gibt es seit einem Monat Nachwuchs bei den beliebten Erdmännchen: Ein kleines „Erdweibchen“ bereichert die Familie. Obwohl nach einer Tragezeit von etwa 75 bis 80 Tagen oftmals zwischen zwei und fünf Jungtiere zur Welt kommen, ist es aktuell nur eines. Seit der Neu-Zusammenstellung der Dortmunder Gruppe Anfang des Jahres ist dies die erste Geburt bei den Erdmännchen, die auch „Surikate“ oder „Scharrtiere“ genannt werden. Weiterer Nachwuchs wird hoffentlich folgen!

Die gesellige und tagaktive Mangustenart lebt in Familien. Die Gruppe wird von einem dominanten Weibchen angeführt. Erdmännchen genießen Sonne und Wärme. Den Tag über verbringen sie meist vor ihrem Bau mit Nahrungssuche. Als Fleischfresser ernähren sich Erdmännchen von allem, was sich erbeuten lässt: Insekten und -larven, Spinnentiere und Skorpione, andere Wirbellose sowie kleinere Reptilien und Kleinsäuger. Oft sieht man die Mangusten scharrend bei der Nahrungssuche. Ist ein Beutetier aufgegriffen, so wird es berochen, bevor es gefressen wird. Bei der Nahrungssuche halten einige der Mangusten stets Ausschau nach Feinden. Dabei stehen sie auf den Hinterbeinen, stützen sich auf den Schwanz und schauen rings umher. Ist ein Greifvogel oder ein anderer Feind in Sicht, ertönt ein schriller Warnschrei, und alle suchen sofort Unterschlupf. Ihren unterirdischen Bau graben Erdmännchen meist nicht selber, sondern übernehmen ihn meist von anderen Arten. Diese Bauten wechseln sie regelmäßig, wenn vor Ort die Nahrung knapp wird. Ihr Revier markieren sie mit Duftstoffen aus Analdrüsen. Die Markierung dient anderen Erdmännchen zur Warnung und eigenen Familienangehörigen zur Identifikation.

Erdmännchen leben in Südafrika sowie in Namibia, Botswana und Angola. Der Lebensraum sind trockene und steinige Savannen mit wenig Vegetation. Die Dortmunder Erdmännchen bewohnen eine Anlage im und am Giraffenhaus, das der Tierschutzverein Groß-Dortmund im Jahr 2014 dankenswerterweise gespendet hat. Dank dieses Engagements entstand eine vorbildliche Anlage mit allem Komfort für ihre Bewohner. Der natürliche Lebensraum ist dort optisch nachgebildet, so dass die Besucherinnen und Besucher davon eine Vorstellung bekommen.

Geschlechtsreif werden Erdmännchen mit etwa zwölf Monaten. Jungtiere sind anfangs nur 30 Gramm schwer, nackt und blind, die Ohren sind noch geschlossen. Nach etwa 14 Tagen öffnen sie zum ersten Mal ihre Augen. Die Jungtiere werden etwa für 80 Tage gesäugt. Ab der sechsten Lebenswoche wird aber bereits feste, vorgekaute Nahrung gefressen. Mit drei Monaten gehen die Kleinen bereits eigene Wege, bleiben aber in der Familie.

Erdmännchen üben auf die Menschen eine besondere Faszination aus: Mit ihrer aufrechten Haltung und ihren großen Augen sind sie die Lieblinge vieler Zoo-Besucher. Daher haben in den vergangenen zehn Jahren viele Zoologische Gärten wie der Zoo Dortmund vorbildliche Anlagen für sie gebaut. Obwohl die Mangusten in der Natur noch nicht bedroht sind, sind sie dennoch ein Sympathieträger für das Ökosystem
Savanne.

Quelle: PM Stadt Dortmund

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