Nachwuchs bei den Flachland-Gorillas und Präriehunden im Erlebnis-Zoo Hannover

Foto: Simon Pannock

Die Sonne lockt die Jungtiere im Erlebnis-Zoo Hannover hervor: Gorillaweibchen Melima brachte ihren Nachwuchs schon am 22. April zur Welt – doch aufgrund des zu der Zeit noch kalten Aprilwetters blieben Mutter und Kind mitsamt der Gorillafamilie im warmen Urwaldhaus. Jetzt zeigen sich die beiden endlich in der Frühlingssonne auf dem Gorillaberg.

Melima hält ihr Jungtier schützend eng an sich gedrückt. Das Geschlecht steht daher noch nicht 100prozentig fest, das Zooteam geht aber von einem weiblichen Tier aus. Für Melima ist es das dritte Baby nach Nalani und Mayumi. Sie gilt als fürsorgliche Mutter, die ihre Kinder sehr gut betreut. In den ersten Wochen durfte nicht einmal seine Schwester Mayumi (5) das Baby anfassen. Mittlerweile übergibt Melima das Baby an ihre große Tochter – aber nur für einen winzigen Augenblick. Alle anderen dürfen gucken, aber dem Baby nicht zu nahe kommen.

In den nächsten Wochen wird der Nachwuchs hauptsächlich schlafen und etwa alle zwei Stunden gesäugt. Mit etwa drei Monaten kann das Jungtier dann selbständig krabbeln, mit viereinhalb Monaten sicher auf allen Vieren laufen und mit sechs Monaten klettern. Bei schönem Wetter können Zoobesucher Melimas Jungtier auf dem Gorillaberg beim Entdecken seiner Welt beobachten.

Präriehunde: Eifrige Minibuddler
Das Sommerwetter lockt auch den Nachwuchs der Präriehunde aus dem Bau. Das Fell steht in alle Richtungen ab, die winzigen Nasen sind in Dauerbewegung. Mit den Mini-Pfoten buddeln sie entweder eifrig im Sand oder klettern in jedes Loch und auf jeden Felsen. Der Nachwuchs bei den Präriehunden ist eifrig am Werk, das Gehege in Yukon Bay auf den Kopf zu stellen und die Familie auf Trab zu halten.

Vor einigen Tagen haben die elf Mini-Buddler zum ersten Mal ihr Nest im Bau unter Tage verlassen und werden seitdem täglich mutiger. Erst zeigte sich nur eine Nasenspitze, dann wagten sich die Kleinen höchstens ein paar Zentimeter aus dem Höhleneingang heraus.

Präriehunde kommen gerade mal 15 Gramm schwer, nackt und blind tief unter der Erde im schützenden Bau zur Welt. Etwa sieben Wochen lang werden die Kleinen gesäugt, ab ca. der 5.-6. Woche gehen sie auf Entdeckungstour. Inzwischen nagen sie an allem, was sie finden können, am liebsten an Grünzeug und Möhren.

Bis zum Herbst werden sie schwer damit beschäftigt sein, sich ein Gewicht von mindestens 500 Gramm anzufuttern, um den Winter zu überstehen (dass es im Zoo immer Nahrung gibt und man sich nicht zwangsläufig eine Fettschicht zulegen muss, können sie ja nicht ahnen).

Ausgrabungsstätte Beringia
Die Präriehunde leben in Yukon Bay in der Ausgrabungsstätte „Yukon Beringia“. Archäologen haben hier Knochen prähistorischer Tiere gefunden (so die Geschichte, von der Yukon Bay erzählt). Ein Hinweisschild zur versunkenen Landbrücke „Beringia“ erklärt, wie prähistorische Tiere – zum Beispiel das Mammut – von Asien nach Nordamerika gelangt sind.

Quelle: PM Erlebnis-Zoo Hannover