Nachwuchs bei den Hirschziegenantilopen im Kölner Zoo

Foto: Dr. Alexander Sliwa / Kölner Zoo

Zwischen dem 17. März und 3. April 2013 wurden 7 Jungtiere der anmutigen Hirschziegenantilopen im Kölner Zoo, nahe dem Pavianfelsen, geboren. Die Kitze folgen zumeist ihren Müttern auf der Anlage, wo man häufig das Säugen beobachten kann. Gern halten sie sich aber auch in einer Art Kindergarten auf, liegen nahe beieinander im Heu oder betreiben Rennspiele.

Die etwa rehgroßen hellbraunen Antilopenweibchen leben in Herden von 5 – 50 Tieren und werden durch einen oberseitig beinahe schwarz gefärbten Bock mit schraubenartig gewundenen Hörnern, die imposante 70 cm lang werden können, beansprucht. Nach einer Tragzeit von 6 Monaten wird meist ein einzelnes Kitz von fast 4 kg Gewicht geboren, das die ersten Tage abliegt. Nach kurzer Zeit ist das Jungtier jedoch in der Lage seiner Mutter zu folgen und erreicht später die beachtliche Höchstgeschwindigkeit von bis zu 80 km/h, die früher nur der sprintstarke Gepard aufbrachte. Dieser ist inzwischen in Indien ausgerottet und somit sind heutzutage Wölfe und Füchse die hauptsächlichen natürlichen Feinde. Die gazellenartigen Antilopen sind Bewohner der Halbwüsten, Grasländer und Trockenwälder des Indischen Subkontinents.
Obwohl Hirschziegenantilopen in Zoos häufig gehalten werden sind sie durch immer stärker verschärfte Lebensraumzerstörung und Bejagung zunehmend bedroht. Man schätzt ihren Bestand in Indien auf ca. 50.000 Tiere mit kleinen Restpopulationen in Nepal und Pakistan. Die Kölner Herde umfasst nun mit den sieben Kitzen insgesamt 20 Tiere – alle Mütter wurden im Kölner Zoo zwischen 2002 und 2011 nachgezogen. Der Zuchtbock wurde 2007 im Zoo Dortmund geboren und kam 2010 zu uns.

Der deutsche Name der Hirschziegenantilopen spielt auf das schmale, ziegenartige Maul und den für eine gazellenähnliche Antilope eher plumpen, hirschähnlichen Körperbau an.

Quelle: PM Kölner Zoo