Nachwuchs bei den Kängurus im Erlebnis-Zoo Hannover

Rotes Riesenkänguru mit Nachwuchs – Foto: Erlebniszoo Hannover

Dreisprung im Outback

Als Anton in ihr Leben hüpfte, sah Rose rot. Das neue Rote-Riesenkänguru-Männchen war groß, stattlich und leuchtend rot. So schön rot, wie sie es eben besonders in der Paarungszeit sind. Aus Drüsen an Kehle und Brust wird dann eine Art Puder abgesondert, das die Känguru-Männer schön gleichmäßig über ihren ganzen Körper verteilen. Anton hüpfte auf Rose zu und schnell errötete auch sie – zumindest dort, wo Anton sie herzlich umarmte.
Das Ergebnis dieser Begegnung zeigt sich jetzt im Beutel von Rose: Zum ersten Mal seit Eröffnung der Themenwelt „Outback“ (2010) im Erlebnis-Zoo Hannover gibt es Nachwuchs bei den Roten Riesenkängurus. Sechs Monate lang versteckte sich der Winzling tief im mütterlichen Beutel, jetzt streckt er seinen Kopf immer öfter hinaus und verlässt sogar kurzzeitig das sichere Heim, um die Australienlandschaft neugierig zu erkunden. Mutter Rose ist jedoch nie weit entfernt.
In Kürze wird der kleine Riese einen dunkelbraunen, noch kleineren Spielkameraden haben: Sumpfwallaby „Sumpfi“ hüpft ebenfalls mit Nachwuchs umher. Ihr Baby zeigt oft frech sein Köpfchen – den Beutel hat es jedoch noch nicht verlassen.
Bennett-Känguru „Flanny“ macht den Dreisprung mit einem dritten Beutelgeheimnis perfekt. Ihr Nachwuchs streckt jedoch am liebsten die Hinterfüße an die Luft, anstatt den Kopf zu zeigen. Jeder hat eben so seine Vorlieben.
Wer die drei unterschiedlichen Känguru-Kinder im „Outback“ des Erlebniszoos Hannover entdecken möchte, braucht eigentlich nur eines: ein wenig Geduld.
Känguru-Babys werden nach 33 bis 38 Tagen nur ca. 2 cm groß und 0,8 Gramm schwer geboren. Bei der Geburt sind die Jungen nackt, taub und blind. Instinktiv krabbeln sie in den mütterlichen Beutel und saugen sich dort an der Zitze fest. Bis zu acht Monate bleiben sie im Beutel, bevor sie anfangen, mit einem zaghaften Hüpfer Taschenflucht zu begehen und die Welt außerhalb des Beutels zu erkunden. Aber selbst danach hüpfen die Jungtiere immer wieder zurück oder strecken einfach den Kopf hinein, um zu trinken.

Quelle: PM Erlebniszoo Hannover