Nachwuchs bei den Klammeraffen im Zoo Basel

Klammeraffennachwuchs – Foto: Zoo Basel

Nachwuchs bei den Klammeraffen – Fünfhändige Akrobaten

Bei den Klammeraffen im Zoo Basel hat es am 20. Oktober Nachwuchs gegeben. Ob das Kleine ein Junge oder ein Mädchen ist, ist noch unklar. Die Mutter ist Juanita (8), die vor eineinhalb Jahren aus Neuseeland nach Basel gekommen ist. Momentan ist das Junge noch vorsichtig und hält sich an seiner Mutter fest. Bis es mit den anderen Klammeraffen die typisch waghalsigen Sprünge machen kann, wird es noch eine Weile dauern.

Das Junge von Juanita lernt derzeit, sich mit seinem Klammerschwänzchen festzuhalten. Für das Kleine ist dies Herausforderung genug. Um an den Spielen der grösseren Klammeraffenkinder teilzunehmen, ist es noch zu klein, denn diese machen abenteuerliche Sprünge und Verfolgungsjagden. Erst mit etwa einem Jahr wird sich das Junge mit seinem älteren Bruder Kevu (1/2) auf Verfolgungsjagden einlassen. Jugendliche Klammeraffen üben so ihre Kletter- und Hangelfertigkeit.

In der Baumkrone zuhause

Geoffroy-Klammeraffen kommen in Mittelamerika vor, vom Süden Mexikos bis nach Panama. Sie bewohnen tropische Regenwälder und Mangroven-Sümpfe, wo sie hoch oben in den Bäumen leben. Klammeraffen sind an ein Leben in den Baumkronen angepasst. Sie hangeln sich mit gestreckten Armen von Ast zu Ast und ihren Greifschwanz benutzen sie wie eine zusätzliche Hand als Sicherung.

Hand ohne Daumen

Eine weitere Anpassung an das schnelle Hangeln durch die Äste sind die daumenlosen Hände der Klammeraffen. Sie benutzen die vier Finger wie einen breiten Haken, ein Daumen käme ihnen dabei nur in den Weg. Wenn beim Fressen von Früchten oder jungen Blättern ein Daumen nützlich wäre, nehmen sie einfach ihre Füsse zu Hilfe. Gerne hängen sie sich beim Fressen mit dem Greifschwanz an einem Ast auf, um Hände und Füsse frei zu haben.

Quelle: PM Zoo Basel