Nachwuchs bei den Murmeltieren im Tierpark Goldau

Junge Murmeltiere - Foto: Tierpark-Goldau

Junge Murmeltiere – Foto: Tierpark-Goldau

Murmeltiere – Vegetarier und Gourmets

Anfangs Juli war das Wetter nicht gerade sommerlich – dennoch machten die fünf jungen Murmeltiere des Natur- und Tierparks Goldau in der Schweiz ihre ersten Entdeckungsausflüge in der Oberwelt. Ihr dichter Pelz bietet ihnen bereits guten Schutz vor dem Regenwetter. Die Kleinen verlassen ihren Bau, um fleissig Gras und Kräuter zu fressen. Fünf Junge sind eine Seltenheit. Die Murmelimutter leistete in den letzten Wochen Schwerarbeit, denn eine so grosse Jungmannschaft braucht viel Milch. Die ersten sechs Lebenswochen verbrachten die bei der Geburt nur wenige Gramm schweren Nager im Schutz des Nests in der selbst gegrabenen Höhle der Eltern.

Ihnen bleiben nur drei Monate Zeit, sich genug Winterspeck anzufressen, um den langen Schlaf im Winterhalbjahr zu überleben. Darum heisst es futtern, futtern und nochmals futtern, denn Fettgewebe aus lediglich pflanzlicher Nahrung aufzubauen, bedeutet, Unmengen Gräser und Kräuter zu vertilgen. Was uns Menschen noch nicht lange bekannt ist, wissen die Murmeltiere schon seit Jahrtausenden: Diejenigen Alpenkräuter, die am meisten ungesättigte Fettsäuren enthalten, sind die gesündesten. Die Murmeltiere erweisen sich als richtige Feinschmecker. Wenn ihnen eine artenreiche Wiese zur Verfügung steht, lesen sie sich die nahrhaftesten Futterpflanzen und die jüngsten Triebe aus. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren einiger Alpenkräuter bauen ein Fettgewebe auf, das dem Körper am besten hilft, den Winterschlaf unbeschadet zu überstehen. Die jungen Murmeli können im Natur- und Tierpark Goldau bei der Kräutersuche beobachtet werden.

Quelle: PM Tierpark Goldau