Nachwuchs bei den Orang-Utans im Zoo Basel

Foto: Zoo Basel

Am 7. August hat Orang-Utan Maia (11) im Zoo Basel ein Junges geboren. Ihre Tochter erhielt den Namen «Padma». Wie es bei Orang-Utans üblich ist, wird Maia wird ihre Tochter als alleinerziehende Mutter betreuen. Andere Primatenarten organisieren ihr Familienleben ganz anders: Lisztäffchen-Väter betreuen ihre Jungen gemeinsam mit der Partnerin und Gorillaväter spielen immerhin mit ihrem Nachwuchs.

Padma (indonesisch für «Wasserlilie») ist Maias zweites Junges. Ihr erstes überlebte leider nicht. In der Zwischenzeit konnte sie ihre Schwester Kila (18) mit ihrem Sohn Ombak (1) beobachten und von ihr den Umgang mit einem Neugeborenen lernen. Dies hat bestens funktioniert und nun zieht sie ihre Tochter Padma ohne Probleme auf.

Maia kam 2012 mit ihrer Schwester Kila nach Basel. Sie war mit damals knapp vier Jahren noch sehr jung und hatte eine schwierige Zeit hinter sich. Ihre Mutter starb, als sie zwei Jahre alt war. Maia wurde von ihrer Schwester Kila adoptiert und grossgezogen. In der Natur bleiben Weibchen rund zehn Jahre bei ihrer Mutter, bevor sie selbstständig werden und selber Nachwuchs haben.

Alleinerziehende Orang-Utan-Mütter
Im Lebensraum der Orang-Utans ist Nahrung ein knappes Gut. Genügend zu Essen zu finden, ist nur möglich, wenn die Individuen nicht zu dicht zusammenleben. In der Natur sind Orang-Utans daher Einzelgänger. Im Zoo, wo für die Ernährung gesorgt ist, können sie auch in kleinen Gruppen zusammenleben. Aufgrund ihrer einzelgängerischen Lebensweise ziehen Orang-Utan-Mütter ihre Jungen allein auf und betreuen sie sehr lange. Rund sieben Jahre liegen zwischen der Geburt von zwei Geschwistern. Sie müssen alles von ihrer Mutter lernen, da die Gruppe oder der Vater keine unterstützende Rolle spielt. Auch Maia wird sich die nächsten sieben Jahre um ihre Tochter Padma kümmern.

Quelle: PM Zoo Basel

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