Nachwuchs bei den seltenen Bergzebras im Erlebniszoo Hannover

Davu und Mutter Nele - Foto: Erlebniszoo Hannover

Davu und Mutter Nele – Foto: Erlebniszoo Hannover

Nachwuchs bei den seltenen Bergzebras
Winter-Kind schnuppert Frühlingsluft

Sein Name ist vielversprechend: Davu – der Anfang. Davu ist der erste Nachwuchs von Bergzebra-Stute Nele im Erlebnis-Zoo Hannover – und damit das erste Fohlen der jungen Bergzebra-Gruppe am Sambesi. Vater von Davu ist Iwok. Der mittlerweile 4 Jahre junge Zebra-Hengst kam 2011 aus Frankreich in den Erlebnis-Zoo Hannover und lebt mit Nele (3 Jahre) und Frauke (4 Jahre) zusammen, die beide in Hannover geboren wurden.

Auf Davu ruhen große Hoffnungen, denn Nachwuchs bei den bedrohten Bergzebras ist selten. In freier Wildbahn leben nur noch knapp 8.000 Tiere im südlichen Afrika.

Der Beginn seiner Kindheit war für Davu eher unspektakulär: Geboren am 9. Januar 2014 im tiefsten Winter, verbrachte er die ersten Wochen mit seiner Mutter Nele im warmen Stall hinter den Kulissen. Die schirmte ihren Kleinen gegen alle Blicke ab, so wie sie es auch in freier Wildbahn tun würde. Nicht einmal die Familienmitglieder dürfen einem Fohlen da zu nahe kommen. Aber als der Schnee auf der Außenanlage endlich geschmolzen war, stürmte er mit wilden Sprüngen hinaus an die Frühlingsluft.

Steckbrief Bergzebra (Equus zebra)

Im Erlebniszoo Hannover vergesellschaftet mit Blessböcken (Damaliscus dorcas phillipsi), Rothschild-Giraffen (Giraffa camelopardalis rothschildi) und Springböcken (Antidorcas marsupialis)

Herkunft: Südliches Afrika
Nahrung: Steppengras, Kräuter, Blätter, Zweige
Größe: 220 cm lang
Gewicht: 370 kg
Tragzeit: 365 Tage
Erreichbares Alter: 20 Jahre

Überlebenskünstler mit großem Herz
Bergzebras leben vorzugsweise steinigen Wüsten- und Halbwüstengebieten und in Hochebenen im südlichen Afrika. Sie haben sich ihrem Lebensraum hervorragend angepasst. Mit ihren steilen Hufen können sie flink und sicher über spitze Klippen klettern. Die Hufe sind auch besonders hart, so nutzen sie sich im Geröll und auf dem Fels nicht übermäßig ab. Das Herz der Bergzebras ist im Durchschnitt rund ein Kilogramm schwerer als das der größeren Steppenzebras. So sind die sie für das anstrengende Klettern bestens gerüstet. Je größer das Herz, desto ausdauernder sind die Tiere. Die sportlichen Huftiere kommen sogar tagelang ohne Wasser aus. Praktisch: Im Bergland sind Wasserstellen nur selten zu finden. Leider gibt es von den gestreiften Überlebenskünstlern nur noch 8.000 Exemplare in ihrem natürlichen Lebensraum.

Der feine Unterschied
Es gibt insgesamt drei verschiedene Zebra-Arten: Das Steppenzebra, das Grevy-Zebra und das Bergzebra. Das Bergzebra ist die kleinste der drei Arten. Es hat dichte schwarz-braune Streifen auf gelblich-weißem Fell. Die Streifen der Grevy-Zebras sind im Vergleich zu denen der Bergzebras viel enger. Das Steppenzebra erinnert an ein Pony, das Bergzebra ist eher eselartig. Ein ganz sicheres Erkennungszeichen der Bergzebras ist die kleine Wamme am Hals, ein nach unten hängender Hautlappen. Wozu der dient, weiß man allerdings bis heute nicht…

Familienleben
Die Bergzebras leben entweder in Familienverbänden oder in Junggesellengruppen. Familien setzen sich aus einem Hengst und mehreren Stuten zusammen, in den Junggesellengruppen sind die anderen Hengste versammelt. Zu kuschelig mögen es die Bergzebras aber nicht: Die einzelnen Tiere einer Herde halten untereinander großen Abstand. Ein Tier der Gruppe nimmt meist einen Wachposten ein und warnt seine Artgenossen vor herannahender Gefahr.

Quelle: PM Erlebniszoo Hannover