Nachwuchs bei den seltenen Zackenerdschildkröten im Kölner Zoo

Foto: Kölner Zoo / Anna Rauhaus

Schöne Nachrichten für alle, denen der Artenschutz am Herzen liegt: Dem Kölner Zoo ist die Nachzucht der bedrohten Zackenerdschildkröten (Geoemyda spengleri) gelungen. Sie werden im Terrarium des Kölner Zoos gehalten und die Eltern stammen aus einer Beschlagnahmung von Dezember 2011, bei der die Behörden insgesamt rund 570 Tiere (Reptilien, Amphibien, Wirbellose) konfiszierten. Die Arten wurden in zwei Koffern geschmuggelt und sollten illegal in den Europäischen Tierhandel eingeführt werden. Der Kölner Zoo leistete den Behörden damals Amtshilfe bei der Bestimmung der Tiere und richtete eine Notquarantäne für die Erstaufnahme der beschlagnahmten Tiere ein. Einige konnten nachfolgend an andere Institutionen weitervermittelt werden. Andere behielt der Zoo für den Aufbau von Erhaltungszuchtprogrammen in Köln.

Viele der beschlagnahmten Tiere starben infolge des Transportes (ungeeignete Transportbedingungen, Ausbruch multipler Infektionen durch Stress). Die bei der Beschlagnahmung sichergestellten Zackenerdschildkröten konnten jedoch vom sehr engagierten Terrarien-Pflegerteam des Kölner Zoos aufgepäppelt und durchgebracht werden. Die geretteten Tiere dankten es mit Nachwuchs im Kölner Zoo. Das erste Jungtier der Zackenerdschildkröte – eine Erstnachzucht für den Kölner Zoo – ist im Juni 2016 geschlüpft. Weitere Tiere schlüpften 2017 und 2018. Dieses Jahr kamen insgesamt vier Jungtiere zur Welt, von denen der Zoo aktuell zwei in einem Schauterrarium in der Nachzuchtabteilung des Terrariums zeigt.

Das Schlupfgewicht liegt zwischen 3 und 8 Gramm. Die Inkubationszeit bei rund 24-25 Grad Celsius betrug zwischen 76-109 Tagen. Die Aufzucht junger Zackenerdschildkröten gilt als sehr heikel. Inzwischen sind die Jungtiere aber stabil.

Quelle: PM Kölner Zoo

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