Nachwuchs bei den Springtamarinen im Zoo Neuwied

Im Zoo Neuwied lebt ein Pärchen Springtamarine in einem Gehege in der Prinz Maximilian zu Wied Halle. Springtamarine erkennt man gut an ihrem tiefschwarzen Fell und ihrer Mähne um den Kopf herum, welche die nackten Ohren bedeckt. Und endlich gibt es wieder Nachwuchs bei den Springtamarinen: Bereits Ende November ist ein Jungtier geboren. Nachdem es über acht Jahre keinen Zuchterfolg gab, wurden zwei neue Tiere als Pärchen zusammengewöhnt. Das sieben Jahre alte Weibchen ist bereits seit 2015 im Zoo Neuwied, während das zwei Jahre alte Männchen erst im Juni des vergangenen Jahres als neuer Partner für unser Weibchen angekommen ist. Da Springtamarine eine Tragzeit von etwa fünf Monaten haben, scheinen sich die beiden auf Anhieb gut verstanden zu haben.

Derzeit klammert sich das Jungtier noch auf dem Rücken seiner Eltern fest und wird von diesen getragen. Erst nach etwa drei Monaten wird es erste Ausflüge alleine unternehmen. Noch wird es von seiner Mutter gesäugt, wird aber ab einem Alter von vier Monaten langsam entwöhnt. Dann lernt der Nachwuchs von seinen Eltern, was gut schmeckt, indem es genau das frisst, was sie auch fressen. Springtamarine ernähren sich hauptsächlich von Früchten und Insekten, aber auch von Baumsäften. Ihr ursprünglicher Lebensraum liegt im nördlichen Südamerika, wo sie in Wäldern zu finden sind. Tagsüber sind sie auf Futtersuche unterwegs und können dabei auch Distanzen von vier Metern springend überwinden. Abends kehren die Affen zu ihren Schlafplätzen zurück. Die Verständigung erfolgt vor allem durch Schreie. Neben einem Pfeifen zur Kontaktaufnahme über größere Distanzen nutzen sie auch einen schrillen Ton zur Alarmierung der Familienmitglieder bei Gefahr.

Die Springtamarine teilen sich ihre Anlage mit den Sonnen- und Rotbauchsittichen. Wenn es derzeit kalt ist, halten sie sich mit dem Nachwuchs überwiegend in ihrem Innengehege auf. Aber wenn die Sonne scheint, sind sie draußen in der neuen Außenanlage zu sehen.

Quelle: PM Zoo Neuwied

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