Nachwuchs im Erlebniszoo Hannover: Seebären und Karibu

Foto: Erlebniszoo Hannover

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Pünktlich zum Sommer-Ferienbeginn 2015 in Niedersachsen geht es in Yukon Bay so richtig wild zu. Zwei kleine Seebären und ein Karibu-Jungtier erobern die Außenanlagen und die Herzen der Besucher.

Im Hafenbecken schlagen die Wellen zurzeit besonders hoch. Der Nachwuchs der Nördlichen Seebären hat das Schwimmtraining aufgenommen und stürzt sich wagemutig in die tosende Brandung. Täglich zwischen 9 und 12 Uhr sind Bud (*26.05.2015, Mutter: Donna(8)) und Hilla (07.06.2015, Mutter: Smilla (8)) im Hafenbecken vor dem Yukon Stadium zu sehen.

Und zu hören! Pausenlos wird gebrüllt und gekeckert. Im Vergleich zu der tiefen Stimme von Vater Roger (8), klingen die beiden Jungtiere ein bisschen heiser und manchmal klingen die Rufe eher nach einem – Pardon – kräftigen Rülpsen. Das hat die beiden aber noch nie davon abgehalten, lautstark auf sich aufmerksam zu machen. Die ersten Wochen haben die beiden Jungtiere hinter den Kulissen verbracht, wo es entsprechend laut zu ging. Weil Seebärenbabys ihre Mutter an der Stimme erkennen, brüllen sich Mutter und Kind die ersten Tage beständig an. Ein Konzert der schiefen Töne unterhielt ganz Yukon Bay.

Etwa vier Wochen nach der Geburt trauen sich Seebärenjungtiere zum ersten Mal ins Wasser und daran mussten Bud und Hilla hinter den Kulissen gewöhnt werden. Um ganz sicher zu gehen, dass die Kleinen sich über Wasser halten und alleine wieder an Land klettern können, verlegten die Tierpfleger die ersten Schwimmstunden in ein flaches Übungsbecken. Die Seepferdchen-Prüfung ist bestanden, Bud und Hilla sind kräftig genug für die Wellen im Hafenbecken.

Nachwuchs bei den Karibus
Ein Stück weiter, in Kanadas Wildnis, wirbelt Karibu-Jungtier Ambrosius (*01.07.2015) mächtig Staub auf, wenn es auf den noch etwas wackeligen Beinen durch die Außenanlage läuft. So samtweich wie sein Fell sind seine Bewegungen nämlich noch nicht. Doch das wird sich schnell ändern. Beinahe täglich wird er kräftiger, ausdauernder und bewegt sich schon bald genau so elegant wie sein Vater Carter (7).

Schon bei der Geburt sind Karibu-Jungtiere gut entwickelt. Sie wiegen zwischen 5 und 12 kg, können schon nach kurzer Zeit ihrer Mutter folgen und bleiben auch die meiste Zeit in ihrer Nähe. Sollten sich Mutter Takkini (8) und der kleine Ambrosius doch einmal aus den Augen verlieren, ruft das Jungtier nach seiner Mutter. Die wiederum erwidert den Ruf und das Kalb folgt der Stimme, bis sich beide wieder gefunden haben.

Quelle: PM Erlebniszoo Hannover