Nachwuchs und Neuzugänge im Zoo Osnabrück

Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Zwei neue Guanako-Weibchen, Nachwuchs bei den Rappenantilopen, Servalen und Erdmännchen sowie der Umzug der Großen Kudus von Takamanda nach Samburu: Auch in den Herbstferien lohnt sich ein Ausflug in den Osnabrücker Zoo.

Die beiden Osnabrücker Guanako-Weibchen Hella und Mona haben Verstärkung bekommen: Seit September teilen sie sich das Gehege nicht mehr nur mit den Hengsten Miguel und Fernando, sondern auch noch mit Hannah und Inka, zwei weiteren Stuten aus dem Zoo Wuppertal. „Zu Beginn waren die beiden schon nervös, schließlich war die Umgebung neu und Guanakos sind Fluchttiere“, erklärt Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Assistent im Zoo Osnabrück.
Deshalb wurden sie behutsam an ihr neues Zuhause herangeführt: Anfangs lernten Hannah und Inka nur die Tierpfleger kennen. „Als sie Vertrauen gefasst hatten, konnten sie im nächsten Schritt durch ein ‚Kennenlerngitter’ ihre neuen Mitbewohner begutachten“, beschreibt Klumpe die Eingewöhnung. So sahen Hannah und Inka die anderen Guanakos und konnten sie beschnuppern. Schlussendlich ging es auf die Außenanlage zu den anderen. „Hier fühlen sie sich nun richtig wohl und integrieren sich gut in die Gruppe“, so Klumpe. Dass neben den Guanakos auch Nandus, schwarz-graue Laufvögel, auf der Anlage
leben, haben die beiden neuen Stuten ohne mit den langen Wimpern zu zucken akzeptiert. Derartige Vergesellschaftungen verschiedener Tierarten sind für viele Tiere in Zoos wichtig, denn das Zusammenleben nach dem Vorbild der Natur sorgt für Abwechslung.

Neue Bewohner in „Samburu“
Allerdings klappt das Zusammenleben nicht immer so reibungslos wie in der Südamerika-Anlage. „In unserer Afrikawelt ‚Takamanda’ gab es in letzter Zeit ab und zu Unruhe zwischen den Großen Kudus und den Rappenantilopen. Deswegen mussten wir langfristig eine andere Lösung finden“, erklärt Tobias Klumpe.
Die Großen Kudus zogen deshalb Mitte September von „Takamanda“ nach „Samburu“. Hier lebt die dreiköpfige Familie jetzt mit Wasserböcken, Impalas, Straußen und Giraffen zusammen. Nach kurzer Eingewöhnungszeit in
einem abgetrennten Bereich, konnten die recht ruhigen Tiere schon am Umzugstag auf die neuen Mitbewohner treffen.

Nachwuchs in „Takamanda“
Die ehemaligen Mitbewohner der Großen Kudus, die Rappenantilopen, bekamen kurz nach deren Auszug Nachwuchs: Die Mitte September geborene Rappenantilope Leni wird von ihren Eltern fürsorglich umsorgt. Das Jungtier ist für Besucher gut zu erkennen: Im Gegensatz zu den dunkelbraunen erwachsenen Tieren ist sein Fell noch vergleichsweise hell. Ein paar Wegbiegungen später warten weitere Jungtiere auf die Besucher: Serval-Kätzchen. Für den Serval-Nachwuchs war der Start ins Leben allerdings nicht ganz so einfach: „Die Mutter wurde während der Aufzucht krank und musste behandelt werden. Deswegen kümmerte sich der Vater um den Nachwuchs und wir haben Schälchen mit Milch und Fleischbrei ins Gehege gestellt“, erklärt Tobias Klumpe. Seit einigen Tagen fressen die Kätzchen schon feste Nahrung und entwickeln sich gut. Namen fehlen ihnen allerdings noch.

Wild geht es bei den Erdmännchen zu: Am 2. September erblickten vier Jungtiere das Licht der Welt. Erst im Alter von zwei bis drei Wochen verlassen die anfangs nackten Erdmännchen ihren Bau. Inzwischen hat ihre Mutter schon Mühe die kleinen Raubtiere zu bändigen, wenn sie miteinander durch den Sand toben oder sie erfolglos versucht, ihre Rasselbande „einzusammeln“.

„Nachwuchs gibt es bei uns im Zoo das ganz Jahr über“, freut sich Klumpe. „Die Jungenaufzucht ist für die Tiere eine schöne Erfahrung und gleichzeitig ist es für unsere Besucher spannend das Familienleben im Tierreich zu beobachten.“ Während der Herbstferien, derzeit bereits in NRW und Ende Oktober in Niedersachsen, erläutern auch die Zoopädagogen täglich das Geschehen in den Tierwelten.

Quelle: PM Zoo Osnabrück