Nashorn im Zoo Schwerin verstorben

Nashornkuh Eva - Foto: Zoo Schwerin

Nashornkuh Eva – Foto: Zoo Schwerin

Abschied unserer Nashornkuh Eva

Am 12. Juni mussten alle Mitarbeiter des Zoo Schwerin Abschied von der fast 33-jährigen Nashornkuh Eva nehmen. Eva wurde am 28.09.1981 im Longleat Safari & Adventure Park geboren und kam am 08.07.2010 aus dem Zoo Givskud in den Zoo Schwerin. Eva nahm unsere jüngere Nashornkuh Clara sofort als Herdengefährtin an und passte immer ganz genau auf die auch körperlich kleinere Kuh auf.

Foto: Zoo Schwerin / Erika Hellmich

Foto: Zoo Schwerin

Eva zeigte über die letzten Monate immer wieder Bewegungsunlust, die zum Verdacht auf Arthrose führte. Durch die vermehrte Bewegungsunlust und häufiges Liegen entstanden offene Liegestellen, die anfangs noch gut zu behandeln waren. Neben den zooeigenen Tierärzten wurden auch Experten vom Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin hinzugezogen, um alle Therapieoptionen zu diskutieren und durchzuführen. Alle Medikamente, die anfangs noch sehr wirksam waren, ließen in ihrer Wirkung nach, so dass am Ende alle Therapieversuche erfolglos blieben.

Wie auch beim Menschen ist Arthrose nicht heilbar, es kann nur versucht werden, die Schmerzen zu lindern.

Nach allen Abwägungen und zum Ende hin wirkungslosen Therapien wurde die Ethikkommission einberufen. Tierpfleger, Tierärzte, die Amtstierärztin und das Leitungsteam des Zoos stimmten einheitlich zu, dass die Zeit für die Euthanasie gekommen war, um Eva weitere Schmerzen und weiteres Unwohlsein zu ersparen.

Foto: Zoo Schwerin

Eva war ein sehr sanftes Nashorn, an dem vor allem auch seine langjährigen Tierpfleger hingen. Dies machte es zusätzlich schwer, die Entscheidung zu fällen und durchzuführen. Die Lebenserwartung von Breitmaulnashörnern liegt maximal bei 40-50 Jahren. Eva hat somit ein sehr gutes Alter erreicht. Neuigkeiten zur Zucht mit Clara und dem langersehnten Nashornbaby wird es in Kürze geben.

Aus Sicherheitsgründen wurden die beiden Hörner von Eva noch auf dem Zoogelände vollständig verbrannt. Diese Maßnahme beugt illegalem Handel mit dem Horn vor.

Quelle: PM Zoo Schwerin